Bild: dpa / EPA / Julien Warnand
Zitate von vier MeToo-Aktivistinnen

Die Missbrauchsvorwürfe gegen die Schauspielerin Asia Argento haben haben viel Aufmerksamkeit erregt. Der Grund: Sie ist eine der führenden Frauen der #MeToo-Bewegung. Argento gab an, Harvey Weinstein habe sie sexuell missbraucht (bento).

Nun wirft Schauspieler Jimmy Bennett Argento vor, ihn in einem Hotelzimmer sexuell missbraucht zu haben. Er sei damals 17, Argento 37 Jahre alt gewesen. Die beiden hatten 2003 gemeinsam einen Film gedreht, zehn Jahre später hatten sie sich zu einem Wiedersehen verabredet, bei dem der Vorfall passiert sein soll. (bento) 

Gerade weil Asia Argento noch vor Kurzem leidenschaftliche Reden über Moral und Vergeltung gehalten hatte, reagieren viele ihrer Kollegen nun sehr emotional auf die Anschuldigungen.

1

Die ursprüngliche Begründerin von #MeToo, Tarana Burke, möchte nicht, dass durch den Fall die gesamte Bewegung diskreditiert wird. Das schrieb sie auf Twitter:

#MeToo sei für alle Menschen da, auch für Männer, die mit sexuellem Missbrauch in ihrem Leben konfrontiert wurden. Die Debatte um #MeToo sei eher darauf ausgerichtet, Leid zu reduzieren, als Kriminalfälle zu lösen. Sie appellierte insbesondere, dass die Bewegung nicht durch solche Fälle gestoppt werden dürfe. 

2

Schauspielerin Rosanna Arquette antwortete direkt auf Burkes Tweets. 

Sie wirft Weinstein ebenfalls vor, sie sexuell belästigt zu haben und bedankte sich bei Burke für ihre Worte. Trauma erzeuge Trauma, bis man sich selbst heilen könne.

2

Schauspielerin Rose McGowan gilt ebenfalls als eine der #MeToo-Stimmen.

Auf Twitter schrieb sie, dass Argento und sie das Leid teilen, welches durch die sexuellen Übergriffe von Harvey Weinstein entstanden sei. Die Missbrauchsvorwürfe brechen ihr Herz, sie werde aber weitermachen und für die Opfer von sexueller Gewalt kämpfen.

Sie rief dazu auf, im Fall Argento nicht voreilig zu urteilen und vorsichtig mit den Vorwürfen umzugehen.

4

Die Schriftstellerin Sil Lai Abrams zeigte sich besorgt um die #MeToo-Bewegung. 

Abrams hatte dem Musiker Russell Simmons vorgeworfen, sie vergewaltigt zu haben. Sie sei wütend gewesen, als sie von den Vorwürfen gegen Argento gehört habe, weil sie nicht abschätzen könne, welche Auswirkungen Argentos Handlungen auf #MeToo haben werden. 

Eine Person könne gleichzeitig Täter und Opfer sein, so Abrams weiter. Egal welches Geschlecht, die Täterin oder der Täter müsse zur Rechenschaft gezogen werden. 

Die Polizei in Los Angeles kündigte am Montag an, die Missbrauchvorwürfe gegen Argento zu überprüfen. (SPIEGEL ONLINE)


Grün

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