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Der Bundestag hat mit einer großen Mehrheit den Massenmord an bis zu 1,5 Millionen Armeniern im Osmanischen Reich 1915 und 1916 als Völkermord eingestuft. Fast alle Abgeordneten stimmten für die Resolution. Diese war gemeinsam von Union, SPD und Grünen vorbereitet worden.

Der Antrag sei mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung angenommen worden, sagte Bundestagspräsident Norbert Lammert. Er nannte das Ergebnis eine "bemerkenswerte Mehrheit". (SPIEGEL ONLINE)

Die Resolution hatte bereits im Vorfeld zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Deutschland und der Türkei geführt. Die türkische Regierung warf der Bundesregierung vor, die Debatte künstlich zu befeuern. Die Türkei sieht die Tötungen nicht als Völkermord an. In einer ersten Reaktion hat sie ihren Botschafter aus Berlin zurückgerufen. (Süddeutsche Zeitung).

Worum es in der Völkermord-Debatte geht und warum sie jetzt in Deutschland diskutiert wird:

Was junge Deutsch-Türken und Deutsch-Armenier über die Resolution denken:

Eine junge Armenierin schreibt auf bento, warum die Resolution längst überfällig war:

Lass uns Freunde werden!


Gerechtigkeit

Arnsdorf: Hier rechtfertigt ein CDU-Politiker, warum er einen Flüchtling fesselte
"Ich verstehe nicht, warum gegen mich ermittelt wird."

Wieder Sachsen, und wieder geht es um das Miteinander zwischen Deutschen und Flüchtlingen. In Arnsdorf, einem Ort nahe Dresden, zerrt eine mutmaßliche Bürgerwehr einen Flüchtling aus einem Supermarkt. Er schimpft, sie schlagen. Später fesseln sie ihn laut Polizeibericht an einen Baum. Ein Video, das den Vorfall zeigt, wird im Netz millionenfach geklickt – und von vielen bejubelt. Der Tenor: Endlich zeigt mal einer Courage gegen die Ausländer.

Der Hintergrund – was in Arnsdorf passierte: