Bild: Daniel Duart/dpa
Dort droht Ärger mit den Libyern – drei Fragen und Antworten zur Lage.

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Was ist passiert?

Das private Rettungsschiff "Aquarius" soll erneut zu einem Einsatz vor der Küste Libyens auslaufen. Am Mittwoch wird es vom südfranzösischen Hafen Marseille aus in See stechen, sagte eine Sprecherin der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen am Montag. 

Die "Aquarius" war das erste humanitäre Rettungsschiff, dem die neue italienische Regierung im Juni die Einfahrt in einen Hafen verwehrt hatte (bento). Auch in Malta durfte es nicht einlaufen (bento). 

Das Schiff gehört mittlerweile zu den letzten zwei zivilen Schiffen, die noch Migranten im Mittelmeer retten. 

2

Werden jetzt wieder Flüchtlinge gerettet?

Ob die "Aquarius" das Kommando zum Retten bekommt und wohin die Migranten in so einem Fall gebracht werden können, ist unklar. Wegen Roms Weigerung hatten die Retter die Migranten in einer beispiellosen Odyssee bis ins spanische Valencia bringen müssen. (bento)

3

Warum droht Ärger?

Libyen hat nach Angaben der Internationalen Seefahrtsbehörde IMO Ende Juni eine eigene Such- und Rettungszone eingerichtet. Sie erstreckt sich auf Hoheitsgewässer des Bürgerkriegslandes und auf internationale Gewässer vor der libyschen Seegrenze. Das ist die übliche Einsatzzone der privaten Seenotretter. 

Für die Koordination von Rettungseinsätzen in dieser Zone seien fortan die Libyer zuständig. Es sei denn, sie treten die Koordination an eine andere Seenotrettungsleitstelle ab, sagte eine IMO-Sprecherin.

Das heißt auch: Die Libyer könnten verlangen, dass die Retter die Menschen zurück nach Libyen bringen. Das fürchten die meisten Migranten, es gibt Berichte über Folter und Sklavenhandel in Libyen. Zuvor waren Rettungseinsätze von Rom aus koordiniert worden.


Mit Material von dpa


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