Bild: Pablo Martinez Monsivais/ AP

Was versuchen Kommunikationschefs und Pressesprecher für gewöhnlich? Ihre Chefs, Kollegen und das eigene Unternehmen möglichst gut dastehen zu lassen.

Donald Trumps neuer Kommunikationschef Anthony Scaramucci scheint da eine andere Strategie zu verfolgen. In einem Interview hat er mehrere Mitarbeiter im Weißen Haus aufs Übelste beleidigt. 

Was ist passiert?

Am Mittwoch rief Scaramucci einen Journalisten des "New Yorker" an. Erst forderte er ihn auf, die Quellen eines Artikels zu verraten. Denn er vermute, dass Stabschef Reince Priebus die Hauptquelle für die sogenannten Leaks sei.

Die geheime Weitergabe von Informationen an die Presse wolle er verhindern. "Ich feuere einen nach dem anderen. Ich habe drei bis vier Leute, die ich morgen feuern werde." Alle 

Was machte der Reporter? Der schrieb natürlich einen Artikel über das Gespräch. Scaramuccis Aussagen wurden noch deutlich absurder:

  • Priebus sei "ein verfickter paranoider Schizophrener"
  • Und über den Chefstrategen des Präsidenten sagte er: "Ich bin nicht Steve Bannon. Ich versuche nicht, meinen eigenen Schwanz zu lutschen."
"Was ich tun möchte, ich will alle Verräter töten, und ich möchte die Agenda des Präsidenten auf den richtigen Weg bringen"


Scaramucci erklärte nach der Veröffentlichung bei Twitter, er werde sich in Zukunft mäßigen:

Warum ist das wichtig?

Im Weißen Haus gibt es einige Auseinandersetzungen. Scaramucci hatte schon zuvor gesagt Priebus und er seien wie Kain und Abel. (Am Ende der biblischen Geschichte ermordet Kain den Abel.) 

Trumps Chefstratege Bannon hatte sich dagegen ausgesprochen, dass Scaramucci den Posten des Kommunikationschefs übernimmt. Auch der ehemalige Pressesprecher Sean Spicer soll unter anderem zurückgetreten sein, weil er mit Scaramucci nicht einverstanden war. (Tagesschau)

Wie geht es jetzt weiter?

Die Beziehung zwischen Scaramucci und den Medien dürfte sich verschlechtern. Bei Twitter kündigte er jetzt an, kein Vertrauen mehr zu haben.


Queer

Ehe für alle: Anmeldung zur Hochzeit ist schon möglich

Die nächsten Schritte hin zur Ehe für alle sind getan. Bereits vor einer Woche unterzeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Gesetz. Am Dienstag übermittelte dann Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) an die Bundesländer die sogenannten Anwendungshinweise zur Umsetzung des Eheöffnungsgesetzes. 

Am Freitag ist es nun im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und kann somit am 1. Oktober in Kraft treten. Das teilte der Lesben- und Schwulenverband mit. (Weitere Infos zur Ehe für alle beim Verband)