Bild: BKA
Die wichtigsten Infos zum Anschlag in Berlin im Überblick

Nach dem Anschlag in Berlin fahndet die Polizei jetzt öffentlich nach einem Verdächtigen. Gesucht wird der 24-jährige Tunesier Anis Amri, teilte das Bundeskriminalamt am Mittwochabend mit. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Beschuldigten führen, ist eine Belohnung von bis zu 100.000 Euro ausgesetzt. Amri könnte gewalttätig und bewaffnet sein, warnten die Behörden (tagesschau.de).

Amri wird verdächtigt, am Montagabend einem Lkw über den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gesteuert hat. Bei dem Anschlag starben zwölf Menschen, Dutzende wurden zum Teil schwer verletzt.

Auf Amri kamen die Beamten durch eine konkrete Spur: Im Fußraum des Lkw war ein Ausweis mit den Personalien des mutmaßlichen Täters gefunden worden. Das berichtet der SPIEGEL. Bei dem Dokument soll es sich um eine Duldungsbescheinigung handeln, wie sie Flüchtlinge erhalten.

Was wir bislang wissen:
  • Bei Amri soll es sich um einen tunesischen Flüchtling handeln, der schon im Juni 2016 abgeschoben werden sollte. Das teilte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger am Mittwoch mit. Der Mann konnte jedoch nicht abgeschoben werden, weil passende Passersatzpapiere fehlten. Diese wurden "zufälligerweise heute überstellt", sagte Jäger.
  • Im Juli 2015 sei Amri nach Deutschland eingereist, habe sich zunächst in Baden-Württemberg, dann in NRW, dann in Berlin und zwischendurch immer wieder in NRW aufgehalten.
  • Mehrere Sicherheitsbehörden hatten den mutmaßlichen Täter laut Jäger als Gefährder eingestuft. Er hatte Kontakt zur radikal-islamistischen Szene in Deutschland.
  • Den Lkw fuhr der mutmaßliche Täter nach Polizeierkenntnissen am Montag gegen 20.50 Uhr circa 80 Meter über den Markt, zerstörte dabei mehrere Buden und überrollte Menschen. Auf der Straße kam er wieder zum Stehen.
  • In der Fahrerkabine des Lkw einer polnischen Spedition fand die Polizei einen Toten. Bei dem Mann mit polnischer Herkunft handelt es sich um den Fahrer der Spedition, aber sehr wahrscheinlich nicht um den Attentäter.
  • Ein Verdächtiger wurde nach der Attacke in der Nähe der Siegessäule festgenommen, am Dienstag jedoch wieder freigelassen. (Zeit Online). Die Suche nach dem Täter begann erneut.
  • Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte am Abend hat den Anschlag für sich. Ein "Soldat" habe nach dem Aufruf des IS gehandelt, im Westen Anschläge zu verüben, behauptete die IS-nahe Propaganda-Agentur "Amaq".

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