Bild: dpa / Olivier Hoslet
Offenbar hatten sie Anschläge an Silvester geplant.
Was ist passiert?

Die belgische Polizei hat zwei Terrorverdächtige festgenommen. Sie hätten Anschläge an Silvester an mehreren Orten in Brüssel geplant, teilte die belgische Staatsanwaltschaft mit. Vier weitere Verdächtige waren zwischenzeitlich festgenommen worden, mittlerweile hat die Polizei sie wieder freigelassen.

Die Verdächtigen wurden bereits am Sonntag und Montag verhaftet, nachdem die Polizei bei ihnen Militärkleidung und Propagandamaterial der Terrormiliz IS gefunden hatte.

Waffen oder Sprengsätze trugen sie offenbar nicht bei sich. Auch eine Verbindung zu den Attentaten in Paris soll es nicht geben. Belgische Zeitungen berichten allerdings von "konkreten Drohungen" gegen das Generalkommissariat der Polizei in der Brüsseler Innenstadt.

Warum ist das wichtig?

Die belgischen Behörden sind seit den Anschlägen am 13. November in Paris in erhöhter Alarmbereitschaft. Vor allem im Brüsseler Stadtteil Molenbeek gibt es eine große islamistische Szene. Mehrere der Attentäter von Paris stammten aus dem Viertel.

Bereits vor Weihnachten hatte ein Geheimdienst die österreichische Polizei und andere europäische Behörden vor einem Anschlag zwischen Weihnachten und Neujahr gewarnt. Die Regierung in Wien verschärfte daraufhin die Sicherheitsvorkehrungen. Gefährdet sind der Warnung zufolge vor allem große Menschenansammlungen. Auch konkrete Namen von Verdächtigen sollen den Behörden übermittelt worden sein. Deren Überprüfung habe allerdings bisher nichts ergeben. (Die Welt)

Quellen
  • Mutmaßliche Anschlagspläne an Silvester: Belgische Fahnder nehmen Terrorverdächtige fest (SPIEGEL ONLINE)
  • Belgische Polizei vereitelt Serie von Anschlägen (Die Welt)
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