Bild: Julian Stähle/dpa
Trotzdem gibt es immer noch jeden zweiten Tag einen Angriff

Zwischen Januar und September 2018 gab es nur halb so viele Angriffe auf Flüchtlingsheime wie im Vorjahreszeitraum. Dies geht aus einem Bericht des Bundeskriminalamtes (BKA) hervor, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) berichtet.

Was genau steht in dem Bericht?

Laut BKA gab es in den ersten neun Monaten des Jahres insgesamt 110 Straftaten gegen Asylunterkünfte. 

  • Darunter fielen unter anderem Sachbeschädigungen (38) sowie Schmierereien und Propaganda (36). 
  • Dies seien weniger als halb so viele Straftaten (44 Prozent) wie im Vorjahreszeitraum gewesen. 
  • Während es 2017 im Schnitt 80 Straftaten pro Quartal gab, waren es 2018 nur noch durchschnittlich 36

Was bedeuten die Zahlen?

Zwar seien die Straftaten weniger geworden, trotzdem gäbe es durchschnittlich noch immer alle zweieinhalb Tage einen Angriff auf eine Asylbewerberunterkunft

Bei diesenWerten handele es sich um vorläufige Zahlen. Meist komme es zum Ende des Jahres noch zu einer Reihe von Nachmeldungen. 

Dennoch gehen die Angriffe weiter zurück. 

  • 2017 registrierte das BKA insgesamt 312 Straftaten gegen die Wohnheime. 
  • 2016 waren es noch 995 Straftaten.
  • 2015 sogar 1031.

Warum sind die Zahlen so stark gesunken?

Laut der "NOZ" dürfte es daran liegen, dass es weniger Ziele für die Attacken gibt. Viele Notunterkünfte hätten geschlossen werden können. Im vergangenen Jahr sind deutlich weniger Asylbewerberinnen und Bewerber nach Deutschland gekommen. Nach Aussage des Bundesinnenministeriums stellten in diesem Jahr bisher 142.167 Menschen einen Asylantrag, dies bedeutet einen Rückgang von 15,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Wer sind die Täter?

Oft haben die Attacken einen rechtsradikalen Hintergrund. Das sei laut BKA in 108 von 110 Fällen so gewesen. Die häufigsten Straftaten seien Sachbeschädigung, Verbreitung von Propaganda und Schmierereien und vereinzelte Fälle von Gewaltdelikten und Volksverhetzung.


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So spielt Markus Söder mit Instagram

Inszenierung gehört zur Politik wie die Salz auf die Brezn und Bier in die Maß, das weiß Markus Söder, bayerischer Ministerpräsident und ein König der politischen Selbstinszenierung. 

Einer seiner Lieblingskanäle dafür ist Instagram. Nur wenige Politikerinnen und Politiker haben mehr Follower als er, schon früh hat er die Fotoplattform gekonnt zur Bühne gemacht. 

Aber egal, wie durchdacht und gestellt eine Inszenierung ist: Sie verrät immer auch etwas über denjenigen, der sie erschafft.

Wenn man sich durch Söders Feed scrollt, dann fallen immer die gleichen Muster auf. Jetzt, im Wahlkampf, gibt es natürlich oft den Bierzelt-Söder, Mann des Volkes, von Menschen umringt. 

Grundsätzlich aber zeigt Markus Söders Instagram-Account immer wieder ähnliche Motive, die Söder nutzt, um sich in Szene zu setzen und ein Bild von sich zu vermitteln. 

1. Söder mit Tieren

Hier präsentiert sich der tierliebe Ministerpräsident – mit dem bayerischen Löwenbaby zeigt er uns seinen Beschützerinstinkt, mit Lamm im Arm und Schäferhut auf dem Kopf zeigt er seine Verbundenheit zur Natur.