Bild: Screenshot Harvard
47 Sekunden Pathos

Die Bundeskanzlerin hat jetzt wieder ein bisschen mehr Zeit. Am Freitagabend gab Angela Merkel den Chefinnenposten der CDU ab, Annegret Kramp-Karrenbauer wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt (bento).

Also eine gute Chance für Angela Merkel, die Welt nun auf anderem Wege zu gestalten – an der Eliteuniversität Harvard zum Beispiel.

Im Mai kommenden Jahres soll Merkel dort eine Rede bei der Abschlussfeier der US-Hochschule halten. Merkel ist als Hauptrednerin bei der Veranstaltung am 30. Mai vorgesehen.

Harvard-Präsident Larry Bacow bezeichnete die Kanzlerin als eine der "am stärksten bewunderten und einflussreichsten" Politikerinnen und Politiker unserer Zeit. Während ihrer vier Amtszeiten als Kanzlerin habe sie mit ihrer Führungsstärke nicht nur den Kurs Deutschlands bestimmt, sondern auch den Europas und der Welt. (Harvard)

Allerdings beschränkte sich Harvard nicht auf ein Lob ihrer politischen Arbeit – sondern erzählt Merkels Lebensweg wie eine Hollywood-Geschichte:

Im Video wird von Merkels Kindheit als Pastorentochter erzählt, ihre Arbeit als junge Wissenschaftlerin in der ehemaligen DDR hervorgehoben – und ihr für viele überraschendes Durchsetzungsvermögen nach der Wiedervereinigung Deutschlands.

Die Universität lobt die Bundeskanzlerin für einen Werdegang, der in Deutschland zwischen vielen "Merkel muss weg"-Rufen beinahe in Vergessenheit geraten ist.

2500 Likes hat das Video auf Twitter bekommen, mehr als 100.000 Mal wurde es auf dem Facebook-Auftritt der Uni angesehen. Einige kritisieren in den Kommentaren, dass sie Merkel für uninspirierend halten – die meisten freuen sich aber einfach auf die anstehende Rede.

In Harvard waren in den vergangenen Jahren immer wieder prominente Gastredner zur Abschlussfeier geladen, darunter Bill Gates und Kofi Annan. Aus Deutschland durften bereits die früheren Kanzler Konrad Adenauer, Helmut Schmidt und Helmut Kohl bei der Veranstaltung sprechen. Auch der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker war schon als Redner eingeladen.

Mit Material von dpa


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AKK setzt sich gegen Merz und Spahn durch – das sind die besten Tweets
Die acht besten Tweets

Am Freitag wurde Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Parteivorsitzenden gewählt. Sie setzte sich gegen ihre Gegner Friedrich Merz und Jens Spahn durch.

Im ersten Wahldurchgang konnten weder Kramp-Karrenbauer noch Merz oder Spahn die absolute Mehrheit auf sich vereinen, also kam es zur Stichwahl zwischen Kramp-Karrenbauer und Merz.

Beim direkten Duell zwischen AKK und Merz hatten wieder 999 Delegierte ihre Stimmen abgegeben.

Alle ausgefüllten Stimmzettel waren gültig. Davon entfielen:

  • 517 Stimmen auf Annegret Kramp-Karrenbauer,
  • 482 Stimmen auf Merz.

Damit war AKK offiziell neue Parteivorsitzende der CDU.

Die Wahl war natürlich auch in sozialen Netzwerken Thema – das sind die besten Reaktionen: