Bild: Britta Pedersen/dpa
Drei Fragen, drei Antworten zu ihren Aussagen

Horst Seehofer hat Migration die "Mutter aller politischen Probleme in Deutschland" genannt. Nun bekommt er Gegenwind. Von Angela Merkel. Die Kanzlerin widersprach dem Innenminister.

Was hat Angela Merkel gesagt?

Im RTL-Sommerinterview wurde sie gefragt, und ob sie Seehofer darin zustimmen würde, die Migrationskrise sei die Mutter aller Probleme in Deutschland. Merkel entgegnete, sie sehe dies anders. "Die Migrationsfrage stellt uns vor Herausforderungen. Und dabei gibt es auch Probleme." Aber es gebe auch Erfolge, so die Kanzlerin.

Zu was äußerte sie sich noch?

Im Interview äußerte sich Merkel ebenfalls zu den Ausschreitungen in Chemnitz. Diese seien nicht zu tolerieren. Es seien Demonstrationen gewesen "mit Erscheinungen, die nicht in Ordnung sind. Hasserfüllt und auch gegen andere Menschen gerichtet."

Die Situation sei derzeit sehr angespannt. Dennoch betonte sie, jeder und jede solle Position beziehen. Es müsse ganz klar gesagt werden:

Dass allen Kräften der Rücken gestärkt wird, die sich gegen Rassismus und gegen Hass wenden. Das sollte die Botschaft von Chemnitz sein.
Angela Merkel

Wie reagierte sie auf die AfD?

Die Aktionen der AfD kritisierte Merkel scharf. Die Partei heize die Stimmung auf. Äußerungen wie jene, es müsse eine stille Revolution geben, bei der unerwünschte Journalisten verschwinden sollten, bewerte sie "extrem kritisch."

Dennoch hielt sie sich zurück, was eine bundesweite Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz betrifft (bento). Zwar gebe es eine Empfehlung, die Rechtspopulisten überwachen zu lassen, dennoch müsse diese Auseinandersetzung auch politisch geführt werden, so Merkel.

Mit Material von dpa


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