Bild: dpa/NBC; Montage: bento
Sie hatte drei wichtige Quellen.

Bevor Donald Trump US-Präsident wurde, hat er die Immobilien seines Vaters verwaltet, Casinos und Golfkurse gebaut – und im Reality TV die Leute geärgert. Dann saß er plötzlich im Weißen Haus.

Wie nun umgehen mit Donald Trump?

Das fragten sich nach der US-Wahl viele Politikerinnen und Politiker – auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie wurde für viele zur neuen Anführerin der freien westlichen Welt – während man Trump nicht zutraute, für Freiheit und westliche Werte einzustehen.

Merkel traf Trump zum ersten Mal im März 2017, zwei Monate nachdem seine Amtszeit offiziell begonnen hatte. Und eine Reportage des US-Magazins "New Yorker" verrät nun, wie sie sich auf dieses Treffen vorbereitete. 

Angela Merkel habe sich noch nie "länger oder angestrengter auf ein Ersttreffen mit einem Regierungschef vorbereitet", sagt ein Mitarbeiter dem Magazin. 

Dabei ging es aber angeblich nicht nur um die Politik Trumps – sondern auch um sein Wesen. Und dafür soll Merkel drei Dinge genau studiert haben:

  1. Trumps Reality-Show "The Apprentice",
  2. Trumps Playboy-Interview von 1990,
  3. und Trumps Buch "The Art of the Deal".

"The Apprentice" ist eine Casting-Show, in der ein Wirtschaftsboss einen Profi-Praktikanten für sein Unternehmen sucht. Gewinn: ein Jahresvertrag über 250.000 Dollar. Gedreht wurde im Trump Tower, Trump selbst war 14. Staffeln lang als Moderator und Jury-Mitglied dabei – die 15. Staffel wird nun von Arnold Schwarzenegger betreut.

Und "The Art of the Deal" ist eines von Trumps vielen Büchern zum Thema Management, es gilt als das bekannteste. Das Buch ist bereits von 1987, Trump gibt darin Tipps für ein erfolgreiches Leben. Die lesen sich dann so:

„Es ist ganz einfach: Wenn du sowieso denken musst, dann denk doch gleich in großen Maßstäben.“

Was hat die Vorbereitung auf das Trump-Treffen genutzt?

Nicht so viel. Beide waren sichtlich kühl, Trump verweigerte Merkel sogar einen Handschlag. Später behauptete er, er habe nicht gehört, als sie ihm das Händeschütteln angeboten hat (bento).

Was Merkel also wohl auch noch hätte studieren sollen: Trumps Auftritte beim Wrestling.


Today

Ein verurteilter Wilderer muss zur Strafe im Gefängnis "Bambi" schauen

Weil er jahrelang Hunderte Rehe und Hirsche tötete, wurde ein Mann in den USA zu einer einjährigen Haftstrafe verurteilt. Dem Gericht im US-Staat Missouri war das aber nicht genug. Als besondere Strafe muss der Verurteilte im Gefängnis jeden Monat "mindestens einmal" den Disney-Film "Bambi" gucken.

Was ist passiert?

Der 29-jährige David Berry Jr. hatte gemeinsam mit seinem Vater und zwei Brüdern gegen "eine Riesenliste" von Jagdgesetzen verstoßen. Nach den Schüssen auf die Tiere schnitten sie ihnen die Köpfe ab und ließen die Kadaver liegen.