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Man kommt zwar immer wieder mal vorbei, checkt Veranstaltungen, stalkt alte Freundinnen und Freunde, vielleicht tauscht man einmal im Jahr das Profilbild – aber viele sind sich inzwischen sicher: Facebook ist tot. 

Das soziale Netzwerk macht meist nur noch mit Skandalen auf sich aufmerksam, es geht um Datenmissbrauch und die Verbreitung von Fake News, um den Einfluss auf Wahlen und Politik. Wer sich viel im Netz bewegt, ist meist schon zu Instagram oder Tik-Tok weitergezogen und nutzt Facebook nur noch in digitalem Pflichtbewusstsein. Es geht aber auch radikaler.

Genau wie der hippe Kumpel, der seinen Account gelöscht hat, hat nun auch Angela Merkel ihren Facebook-Auftritt für beendet erklärt. 

Mit einem 30 Sekunden langen Video hat sich die Bundeskanzlerin am Freitag auf Facebook verabschiedet. Die Begründung: Weil sie nicht mehr CDU-Parteivorsitzende sei – den Job hat seit Dezember Annegret Kramp-Karrenbauer – beende sie ihre Arbeit auf Facebook schon mal. Und das, obwohl sie immerhin noch gut zwei Jahre Bundeskanzlerin sein wird. 

Ganz überraschend ist das nicht. Auf Facebook lud das Social-Media-Team der CDU zuletzt Anfang Dezember ihre Parteitagsrede hoch, bei Instagram steigert das Presseteam der Bundesregierung das Game der Bundeskanzlerin hingegen beinahe täglich. Neuland war gestern, Merkel – beziehungsweise ihre Berater – wissen, welche Kanäle wichtig sind.

In ihren Instastories nimmt die Kanzlerin ihre Fans mit auf Auslandsreisen und zu Zeremonien, aus dem Bundestag gibt es aktuelle Fotos und Kurzvideos. Zu sehen gibt es nicht die gleichen Kuchenfotos wie bei alle anderen, Merkel konzentriert sich lieber auf ein einziges Thema: sich.


Den Radikalschnitt in Sachen Facebook finden nicht alle gut – immerhin verschenken die CDU und Angela Merkel nun viele potenzielle Followerinnen.

Bei Facebook hatte Merkel mehr als 2,5 Millionen Follower, bei Instagram sind es bislang 800.000. Der Social-Media-Experte Martin Fuchs, der Parteien bei ihren Webauftritten berät, hält den Schritt entsprechend auch für falsch:

Merkels Auftritt auf Facebook war das reichweitenstärkste deutsche Polit-Profil – das ist nun futsch. 


Fühlen

Warum unsere Kindheit daran Schuld ist, dass wir zu schlechtem Sex nicht "Nein" sagen können
"Gibst du dem Onkelchen ein Küsschen?"

Schon auf der ersten Seite von Caroline Rosales autobiografischem Buch "Sexuell verfügbar" fragt man sich: Warum zur Hölle können Frauen manchmal nicht einfach "Nein" sagen?

Caroline ist Mitte 20, hat einen Picknickkorb mit Snacks und Sekt gepackt und trifft ihre Affäre in einem Berliner Park. Die Affäre ist ihr Chef, 45, verheiratet und behandelt Caroline mies. Er fragt, ob er seine Frau verlassen soll. Caroline sagt: nichts. Erstens weiß sie selbst nicht, was sie will. Zweitens hat sie in einer Zeitschrift gelesen, dass Männer am liebsten Frauen ohne eigene Meinung haben. Ohne Stress, aber eben "sexuell verfügbar".