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Es ist wieder so weit: Ein Jahr geht zu Ende, ein neues beginnt – und Bundeskanzlerin Angela Merkel hält ihre alljährliche Neujahrsansprache. 2016 war kein leichtes Jahr, für die Kanzlerin nicht, für Deutschland und die Welt auch nicht:

Europa fragt sich weiterhin, wie es die Hunderttausenden Flüchtlinge am besten aufnimmt und integriert. Der "Islamische Staat" verübte Terroranschläge in Brüssel, Istanbul, Würzburg, Ansbach und Berlin, um nur einige Städte zu nennen. Das Brexit-Votum der Briten und der Wahlsieg von Donald Trump veränderten die Welt.

In ihrer Neujahrsansprache geht Merkel auf all diese Sorgen und Probleme ein: "2016 war ein Jahr schwerer Prüfungen", sagt sie – und weiter: "Darüber möchte ich heute Abend zu Ihnen sprechen – aber auch darüber, warum ich trotz allem für Deutschland zuversichtlich bin und warum ich so sehr von den Stärken unseres Landes und seiner Menschen überzeugt bin."

Ihre wichtigsten Sätze zum Klicken:
Merkel bezieht sich gleich zu Beginn auf den Terroranschlag in Berlin am 19. Dezember:
"Die schwerste Prüfung ist ohne Zweifel der islamistische Terrorismus", sagt die Kanzlerin.
Und weiter: "Es ist besonders bitter und widerwärtig, wenn Terroranschläge von Menschen begangen werden, die in unserem Land angeblich Schutz suchen."
Denn im Jahr 2016 haben auch Flüchtlinge Anschläge in Deutschland verübt, etwa in Würzburg und Ansbach.
Woher also bekommt Merkel ihre Zuversicht?
"Wir konnten sie hier in Berlin und in vielen anderen deutschen Städten gerade in diesen schweren Tagen spüren: in dem Trost, den wir spenden oder bekommen können."
"Und in einer festen Entschlossenheit, der Welt des Hasses der Terroristen unsere Mitmenschlichkeit und unseren Zusammenhalt entgegenzusetzen."
Wir dürften die Angst und den Hass nicht gewinnen lassen, sagt Merkel:
"Indem wir unserem Leben und unserer Arbeit nachgehen, sagen wir den Terroristen: Sie sind Mörder voller Hass, aber wie wir leben und leben wollen, das bestimmen nicht Sie."
Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat und unsere Werte seien "der Gegenentwurf zur hasserfüllten Welt des Terrorismus".
"Und sie werden stärker sein als der Terrorismus. Wir gemeinsam sind stärker. Unser Staat ist stärker."
Mit Blick auf die furchtbare Lage in Syrien betonte sie, "wie wichtig und richtig es war, dass unser Land auch im zurückliegenden Jahr denjenigen, die tatsächlich unseren Schutz brauchen, geholfen hat".
Die Kanzlerin geht auch auf Kritik an der Europäischen Union ein:
"Ja, Europa ist langsam. Es ist mühsam. Es hat tiefe Einschnitte wie den Austritt eines Mitgliedsstaats hinzunehmen."
Sie sagt aber auch, dass wir die EU brauchen:
"Wir Deutschen sollten uns niemals vorgaukeln lassen, eine glückliche Zukunft könnte je im nationalen Alleingang liegen."
Merkel versucht auch, Kritik an der parlamentarischen Demokratie zu entkräften, "die sich angeblich nicht um die Interessen der Bürger kümmere, sondern nur dem Nutzen einiger weniger diene".
Das seien "Zerrbilder". Die Demokratie sei stark, sagt Merkel:
"Sie ermöglicht Mitwirkung und Mitsprache. Sie akzeptiert, nein, sie fordert Widerspruch und Kritik."
Am Ende ihrer Rede fordert Merkel schließlich zu Optimismus auf: "Dafür braucht es einen offenen Blick auf die Welt und Selbstvertrauen – in uns und unser Land."
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Merkels Rede wird am Samstagabend um 20.10 Uhr in der ARD übertragen, den vollständigen Text gibt schon jetzt im Netz zu lesen, zum Beispiel hier bei "Zeit Online".


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"Weiterhin schlechtes Internet": Wie Menschen 2017 in drei Worten zusammenfassen
#2017in3words

Brexit und Trump. Anschläge in Brüssel, Nizza und Berlin. Der Amoklauf in München. Der Putschversuch in der Türkei. Der Tod von Prinzessin Leia. Von ihrer Mutter. Von George Michael, Prince und Muhammad Ali.

Die gute Nachricht: Das Jahr 2016 ist bald vorbei. 2017 kann nur besser werden – wer hofft das nicht?

Auf Twitter fassen Nutzer unter #2017in3words zusammen, was sie vom kommenden Jahr erwarten. Wir haben die besten Tweets zusammengestellt: