Bild: Alex Wong / Getty Images
Offenbar wurde auch das Model Emily Ratajkowski festgesetzt.

Trotz der schweren Vorwürfe gegen Brett Kavanaugh wollen die Republikaner möglichst schnell im US-Senat über seine Bestätigung als Richter am Obersten Gerichtshof abstimmen lassen – wahrscheinlich noch diese Woche. Dagegen haben in Washington, D.C., Tausende Menschen protestiert. 302 Menschen wurden festgenommen – darunter auch Schauspielerin Amy Schumer.

Was ist passiert?

Bei Protesten gegen die Berufung des Kandidaten Brett Kavanaugh an das Oberste US-Gericht sind auch die Schauspielerin Amy Schumer und offenbar auch das Model Emily Ratajkowski festgenommen worden. 

Das zeigten unter anderem Aufnahmen des Senders NBC vom Donnerstag (Ortszeit). Den Festgenommenen wird vorgeworfen, innerhalb eines Senats-Bürogebäudes illegal demonstriert zu haben.

Auf in sozialen Netzwerken veröffentlichten Videos ist zu sehen, wie ein Polizist Schumer fragte, ob sie festgenommen werden wolle. Sie antwortete: "Ja". Ratajkowski schrieb auf Twitter, sie sei festgenommen worden.

Was haben die Menschen gegen Brett Kavanaugh?

Mehrere Frauen werfen Kavanaugh sexuelle Übergriffe während dessen Schul- und Studienzeit vor (bento). Kavanaugh bestreitet all diese Anschuldigungen vehement. 

Im Zentrum steht der Vorwurf der Psychologie-Professorin Christine Blasey Ford. Sie gibt an, Kavanaugh habe bei einer Schülerparty in den 80er Jahren versucht, sie zu vergewaltigen (bento).

Am Freitag muss der Senat zunächst über einen Antrag der Republikaner abstimmen, die Senatsdebatte zu der Personalie zeitlich zu begrenzen. Sollte dieser eine Mehrheit bekommen, könnte am Samstag die finale Abstimmung im Senat zur Berufung Kavanaughs folgen. 

Mit Material von dpa


Gerechtigkeit

Sea-Watch rettet wieder Geflüchtete – mit neuem Schiff und neuer Strategie
Die wichtigsten Fakten zum neuen Rettungseinsatz

Die deutsche Organisation Sea-Watch setzt ihre Einsätze im Mittelmeer fort, um Geflüchtete zu retten. Am Donnerstagabend ist ein neues Schiff mit dem Namen "Mare Junio" ausgelaufen (Tagesschau.de). Die Organisatoren setzen bei diesem Einsatz aber auf eine andere Taktik als bisher.

1 Was soll dieses Mal anders laufen?

Es gibt zwei wichtige Änderung zu den vergangenen Einsätzen von Sea-Watch:

  1. Das neue Schiff fährt unter italienischer Flagge. Auch die Crew ist italienisch. Die "Mare Junio" sei von Italien aus gestartet und soll vor Libyen im Einsatz sein, so Ruben Neugebauer, Sprecher der deutschen NGO Sea-Watch. 
  2. Die Aktivisten haben ihre Taktik geändert. Das neue Schiff ist mit 37 Metern Länge im Vergleich zum früheren Rettungsschiff "Aquarius" nur halb so groß. Es soll  Menschen nicht mehr direkt aus Seenot retten, sondern zunächst deren Boote sichern. Zudem soll die "Mare Junio" Zeugenberichte sammeln und aufzeigen "wie Frauen, Männer und Kinder enormen Gefahren ausgesetzt sind", weil es keine Rettungsschiffe mehr gebe, hieß es in einer Mitteilung der Organisatoren.

Das Schiff sei aber für Notfälle gerüstet und auch in der Lage, Menschen zu retten, so Neugebauer.