Bild: Unsplash/Jairo Alzate
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Wer in Amsterdam Stress abbauen möchte, wird vermutlich auf Marihuana zurückgreifen. Wer aber studiert und eher ein begrenztes Budget hat, darf jetzt stattdessen Hunde streicheln

Stress in der Prüfungsphase dürfte jetzt der Vergangenheit angehören.

Die Universität Amsterdam hat sich etwas gegen die Prüfungsangst der Studierenden überlegt – einen "Puppy room".

Wie die Universität auf ihrer Seite schreibt, richte man in der Universitätsbibliothek für die kommende Prüfungsphase einen Raum ein, in dem gestresste Studierende an zwei Tagen die Woche 15 Minuten lang mit Welpen spielen und sie streicheln können, um so der Prüfungsangst und dem dazugehörigen Stress entgegenzuwirken. (UvA)

Stressabbau für den Menschen, aber Stressaufbau für den Hund?

Kurz nach der Ankündigung äußerten die ersten Studierenden ihre Sorgen zum Wohlergehen der Welpen. Die Universität schreibt dazu: 

"Es versteht sich von selbst, dass das Wohlergehen der Welpen oberste Priorität hat. Eine Aufsicht wird genau beobachten, was mit ihnen gemacht wird. Die Welpen stehen für maximal zwei Stunden zur Verfügung und es darf nur eine begrenzte Anzahl von Studierenden den Welpenraum betreten."

Warum helfen Welpen beim Stressabbau?

  • Schon die Anwesenheit von Tieren und das Streicheln soll laut Studien dabei helfen, den Blutdruck und die Herzfrequenz zu senken. 
  • Die Ausschüttung der Wohlfühl-Hormone Serotonin und Oxytocin wird dabei gesteigert. Serotonin reguliert den Blutdruck und Oxytocin stärkt das Wohlbefinden. (Deutschlandfunk Nova)

Future

Wir haben Erstsemester gefragt: Warum wolltet ihr keine Ausbildung machen?

Bei den Eltern wohnen, jeden Tag zur Schule gehen – damit ist jetzt für viele Schluss. Der Abschluss ist geschafft, der Sommer vorbei. 

Stattdessen heißt es: Ersti-Woche, Umzug, neue Stadt, neue Leute, das Studium beginnt.

Seit Jahren steigt die Zahl der Studienanfänger, gleichzeitig beklagen etliche Ausbildungsbetriebe, dass ihnen Azubis fehlen. In Berlin vermeldete die Industrie- und Handelskammer ein neues Rekordhoch bei den unbesetzten Lehrstellen: Etwa 5.700 Ausbildungsplätze werden leer bleiben. (Tagesspiegel)

Wieso entscheiden sich so viele junge Leute für ein Studium anstelle einer Ausbildung? Wir haben bei Erstsemestern nachgefragt.

Céline Charlotte, 18 Jahre, aus Frankfurt am Main, 1. Semester Philosophie und Publizistik