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Hollywood-Schauspielerin Amber Heard, 30, möchte Opfern häuslicher Gewalt Mut machen: "Du hast vielleicht hinter geschlossenen Türen gelitten, aber du bist nicht allein! Das solltest du wissen", schrieb sie jetzt in einem offenen Brief, das in der britischen Ausgabe des Porter-Magazins erschien.

"Ich möchte dich an deine Kraft erinnern, eine Kraft, die multipliziert wird durch die Frauen, die still hinter dir stehen – dies hat mir die Kraft gegeben, die Mauer herunterzureißen, hinter der ich mich befand."
Wieso ist Heard das Thema wichtig?

Heard heiratete im Februar 2015 ihren Schauspielkollegen Johnny Depp, im Mai 2016 reichte sie dann bereits die Scheidung ein. Heard beschuldigte Depp, sie mehrfach geschlagen zu haben. Zum Eklat kam es zwei Tage vor dem Scheidungsantrag, als die Polizei wegen häuslicher Gewalt in das gemeinsame Haus von Heard und Depp gerufen wurde.

Das Paar einigte sich bei der Scheidung darauf, dass Amber sieben Millionen Dollar bekommt – das gesamte Geld spendete sie. (SPIEGEL ONLINE)

Heard nennt Depp nicht namentlich in ihrem offenen Brief, trotzdem spielt sie immer wieder auf ihre eigene Geschichte an:
  • Sie kritisiert, dass Opfern häuslicher Gewalt, oft Feindseligkeit entgegenschlägt: "Lasst uns mit der Wahrheit beginnen – der kühlen, harten Wahrheit: Wenn eine Frau nach vorn kommt, um über Unrecht und ihr Leiden zu sprechen, anstatt über Hilfe, Respekt und Unterstützung, wird sie mit Feindseligkeit, Skepsis und Scham konfrontiert. Ihre Motive werden hinterfragt und die Wahrheit wird ignoriert."
  • Heard fühlte sich nicht stark: "Ich hatte nie das Gefühl, mit jemandem reden zu können. So natürlich war es, das "Opfer-Label" anzunehmen."
  • Sie will, dass Frauen sich gegen die Opfer-Rolle wehren: "Jetzt schreibe ich diese Zeilen und ich kann euch versprechen: Jede Frau, die heute still leidet. Du bist nicht allein. Du kannst uns nicht sehen, aber wir sind da."

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