Bild: dpa/Swen Pförtner
Das Umweltministerium spricht von einem Skandal.

Onlinehändler Amazon soll eine große Zahl an Retouren und neuwertigen Produkten vernichtet haben. Das zeigte eine Recherche von "Frontal21" und "WirtschaftsWoche". 

Was ist passiert?

Zahlreiche interne Produktlisten, Fotos und Aussagen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern belegen, dass das Unternehmen in großer Zahl verschiedene Güter in seinen deutschen Logistiklagern entsorgt haben soll. Eine Mitarbeiterin spricht von "Waren im Wert von mehreren zehntausend Euro", die sie selbst täglich vernichtet habe. 

Welche Produkte werden vernichtet?

  • Haushaltsgeräte wie zum Beispiel Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen
  • Handys und Tablets
  • Matratzen und Möbel

Dabei soll es sich nicht nur um untaugliche, sondern auch teilweise um funktionstüchtige und neuwertige Produkte handeln. 

Was sagt Amazon?

Die Vernichtung der Waren wird vonseiten des Unternehmens nicht bestritten. Man arbeite jedoch jeden Tag an der Verbesserung von Prozessen – das soll dazu führen, dass so wenig Produkte wie möglich entsorgt werden müssen. (ZDF)

Gegenüber Frontal21 und WirtschaftsWoche sagte Amazon:

"Wenn Produkte nicht verkauft, weiterverkauft oder gespendet werden können, arbeiten wir mit Aufkäufern von Restbeständen zusammen, die diese Waren weiterverwenden."

Das Bundesumweltministerium fordert Aufklärung.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, fordert Aufklärung durch Amazon. Es sei ein "Skandal" und ein derartiges Vorgehen passe einfach nicht "in unsere Zeit". Er sei überzeugt davon, dass Verbraucher von diesem Verhalten schockiert seien und es nicht hinnehmen werden. 


Retro

Erkennst du diese Retro-Werbung an nur einem Bild?

Das Ritual in den Neunzigern und Nullern war simpel: Raus aus der Schule, rauf auf die Couch. Dann liefen die "Ducktales", "Mila" und "Die Gummibärenbande". Und gefühlt alle 20 Minuten die Werbung.

Auch wenn es ständig neue Zeichentrickfolgen gab – die Werbe-Jingles dazwischen blieben immer gleich. Und wurden so zum Kult.