Rechte Nationalisten haben in Washington den Trump-Sieg und sich selbst gefeiert. In einem Video, das das US-Magazin "The Atlantic" jetzt veröffentlicht hat, sind "Heil Trump"-Rufe, Reden über die "Lügenpresse" und zum Hitlergruß gestreckte Arme zu sehen.

Der Mann, der dort eine Rede hält, heißt Richard Spencers. Spencer ist Chef des Thinktanks "National Policy Institute". Er gilt als einer der Anführer der sogenannten "Alt-Right"-Bewegung, der "alternativen Rechten". Die Bewegung hat Donald Trump im Wahlkampf unterstützt, jetzt will sie noch mehr Unterstützer gewinnen.

Das ist der Videoausschnitt der "Alt-Right"-Konferenz:
Was passiert im Video?

Spencer spricht von der "Überlegenheit der weißen Rasse". Er sagt: "Für uns gilt nur: Erobere oder stirb." Außerdem attackiert er die Medien. Er benutzt dabei das deutsche Wort "Lügenpresse" – es wurde schon in Trumps Wahlkampf oft von Anhängern verwendet.

Spencer schließt seine Rede mit dem Ausruf "Heil Trump! Heil unserem Volk! Sieg Heil!". Daraufhin reißen mehrere Zuschauer den rechten Arm zum Hitlergruß in die Höhe.

Wer ist die "Alt-Right"?

Die Bewegung ist nationalistisch und glaubt an eine Herrschaft durch die "weiße Rasse". Das "National Policy Institute" gilt als wichtiges Organ der Bewegung. Es gibt sich modern und gestaltet seine Webvideos gerne mit malerischen Bildern statt reißerischer Hetze. Die Aussagen sind jedoch offen rassistisch:

Was hat Trump mit der "Alt-Right" zu tun?

Trump wird vorgeworfen, sie im Wahlkampf heimlich umworben zu haben – unter anderem hat er ein Meme über Hillary Clinton getwittert, dass sie mit Dollarscheinen und einem stilisierten Judenstern zeigt. Das Bild stammt ursprünglich von 8chan, einem rechten Netzwerk (BBC). Trump stritt die Vorwürfe ab, tauschte aber die Stern-Optik nachträglich aus.

Beobachter sehen vor allem Stephen Bannon als Verbindung zwischen den Rechten und Trump ("Washington Post"). Bannon war Chef der ultrarechten Nachrichtenseite Breitbart und im Sommer Wahlkampfleiter von Trump. Jetzt wird er dessen Berater im Weißen Haus – Trump hat den Posten extra neu geschaffen.

Erklärt – diese Männer aus Trumps Team solltest du kennen:

Die Konferenz, von der das "Atlantic"-Video stammt, fand in Washington statt. Mehr als 250 Interessierte nahmen teil. Nach Bekanntwerden des Videos, distanzierte sich ein Pressesprecher Trumps von der Veranstaltung. Trump habe "wiederholt jede Art von Rassismus zurückgewiesen" und werde ein Präsident "für jeden Amerikaner" sein. (SPIEGEL ONLINE)


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