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Und warum werden sie trotzdem als "gut" bewertet?

Die Stiftung Warentest hat alkoholfreies Bier getestet. Neun von 20 getesteten Bieren haben die Note "gut" bekommen. Allerdings wurde in fast allen getesteten Bieren Glyphosat gefunden. Ist das schlimm? 

1.

Wie kommt das Glyphosat ins Bier?

Glyphosat ist ein häufig verwendetes Pflanzenschutzmittel, das wir wahrscheinlich mit zahlreichen Lebensmitteln aufnehmen. Auch Bier enthält natürliche Stoffe wie Hopfen und Malz, bei deren Anbau offensichtlich Glyphosat verwendet wurde. Das ist vollkommen legal, erst letztes Jahr wurde das umstrittene Pestizid für weitere fünf Jahre erlaubt (bento).

Bei dem Test der Stiftung Warentest wurden in zwei Bieren deutlich höhere Glyphosat-Werte ermittelt, als bei anderen Bieren. Bei einem lag die Konzentration bei 28 Mikrogramm pro Kilogramm, beim zweiten bei 19 Mikrogramm. Aus Sicht der Warentester sollten Brauer darauf verzichten. (Stiftung Warentest)

Nur in zwei getesteten Bio-Bieren konnte kein Glyphosat festgestellt werden.

2.

Ist Glyphosat nicht krebserregend?

"Ob die von uns ermittelten Mengen 'schlimm' sind, hängt davon ab, wie man die Gefahr des Stoffs für den Menschen einordnet", sagt Test-Projektleiter Thomas Kopp­mann. 

Da gibt es verschiedene Meinungen zu: Das Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) stuft Glyphosat nach derzeitigem Wissensstand als nicht krebserregend ein. Die Interna­tionale Agentur für Krebs­forschung (IARC) stuft Glyphosat dagegen als "wahr­scheinlich krebs­er­regend" ein. (Stiftung Warentest

Solange keine hundertprozentige Sicherheit besteht, ist es uns natürlich lieber, möglichst kein Glyphosat aufzunehmen.

3.

Was hat die Stiftung Warentest noch zu alkoholfreiem Bier herausgefunden?

Testsieger mit einer Gesamtnote von 2,1 ist die Sorte Alkoholfrei Pilsener von Warsteiner, gefolgt von Clausthaler mit den Sorten Extra Herb sowie Original und Krombacher mit der Sorte Alkoholfreies Pilsener, die jeweils eine Gesamtnote von 2,2 erreichten. Dahinter kommen Naturtrüb's Alkoholfrei von Mönchshof (2,3) sowie das Beck's Blue (2,4). Bitburger 0.0 Pils, Krombacher 0,0 Prozent Pils sowie Neumarkter Lammsbräu Alkoholfrei erhielten alle die Note 2,5.

Auch alkoholfreies Bier kann einen Rest Alkohol enthalten. Einige der getesteten Biere enthielten einen Restalkohol von 0,5 Prozent – so viel ist erlaubt und zum Teil auch in Fruchtsäften enthalten. Kein Bier hat diesen Grenzwert überschritten.

Zuletzt stellt die Stiftung Warentest noch fest, dass alkoholfreies Bier ein Durstlöscher ist, aber kein Sportgetränk (wie einige Marken versuchen sich darzustellen). Die Getränke enthielten zu viel Kalium, was die Leistungsfähigkeit senke. Allerdings haben die alkoholfreien Biere im Schnitt etwa 40 Prozent weniger Kalorien als ihre alkoholhaltigen Varianten – aber auch da gibt es starke Schwankungen, ein Blick aufs Etikett lohnt sich also. (SPIEGEL ONLINE)


Gerechtigkeit

Nordkorea antwortet auf Trumps Gipfel-Absage – mit versöhnlichen Worten
Ganz ohne Drohungen geht es aber auch nicht.

Nordkorea und die USA hatten in den vergangenen Monaten gemeinsame Gespräche vorbereitet. Mitte Juni sollten sie stattfinden. Nordkorea hatte als Zeichen des guten Willens nun extra sein Atomtestgelände gesprengt. (bento)

Kurz darauf sagte US-Präsident Donald Trump das geplante Gipfeltreffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un trotzdem ab. Der Schritt kam überraschend, in seinem Brief warf Trump Nordkorea "Feindlichkeit" vor. Das Regime hatte unter anderem  US-Vizepräsident Mike Pence als "politischen Dummkopf" bezeichnet. (bento)

Nun hat Nordkorea einen Antwortbrief verfasst – und zeigt sich weiterhin gesprächsbereit.

"Wir wollen die USA wissen lassen, dass wir die Absicht haben, uns mit den USA jederzeit und egal auf welche Weise zusammenzusetzen", erklärte der Erste Vizeaußenminister Kim Kye Gwan in einem Statement. (CNN)