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In Schottland wurde genau das bereits Gesetz.

Günstiger Alkohol könnte in Deutschland in Zukunft teurer werden – wenn es nach Suchtexperten und -expertinnen geht. Denn nachdem Schottland kürzlich ein Gesetz erlassen hat, das einen Mindestpreis für alkoholische Getränke festlegt, fordern die Gesundheitsexperten eine ähnliche Regelung hierzulande. (bento /SPIEGEL ONLINE)

Der Gedanke dahinter: Je teurer der Alkohol, desto weniger trinken die Deutschen davon.

Das könnte die Zahl Alkoholabhängiger in Deutschland senken. Genau deshalb hat das Vorbild Schottland das neue Gesetz erlassen.

Die Forderung kommt unter anderem von Krankenkassen und Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen, unterstützte die Idee gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe

Wer den Alkoholkonsum reduzieren will, muss dafür sorgen, dass die in Deutschland unverhältnismäßig niedrigen Preise für alkoholische Getränke angehoben werden.

Ein Mindestpreis für Alkohol in Deutschland sei der erste wichtige Schritt, um den Konsum zu senken, ergänzte Gaßmann. 

Marlene Mortler (CSU), Drogenbeauftragte der Bundesregierung, kritisierte den aktuellen Verkauf günstiger alkoholischer Getränke. Das habe nichts mehr mit Genuss zu tun, sondern animiere vor allem Jüngere mit wenig Einkommen zum "Saufen"

Mindestpreise für Alkohol in Deutschland werden also jetzt auch in der Bundesregierung diskutiert.

Wie genau eine Regelung aussehen könnte, ist noch offen. Das schottische Gesetz sieht seit dem 1. Mai folgendes vor: 

Wer Bier, Wein oder Spirituosen kauft, zahlt 50 Pence, also umgerechnet circa 57 Cent pro 10 Milliliter reinen Alkohol. Das bedeutet: Eine Dreiliterflasche Cider, die zuvor für 3,70 Pfund erhältlich war, wird beispielsweise mindestens 11,25 Pfund kosten. (bento)

So will die schottische Regierung verhindern, dass, vergleichbar zu früheren Jahren, in den kommenden fünf Jahren 8.000 Menschen wegen Alkoholmissbrauchs ins Krankenhaus müssen und 400 an Alkoholsucht sterben. (Zeit


Grün

Deine Sonnencreme tötet Korallenriffe
An den ersten Urlaubsorten wird sie nun verboten.

Wer schon Mal im Meer schnorcheln war, kennt die bunten leuchtenden Korallenriffe. Und kennt aber leider auch die grauen, verblassten und ausgeblichenen Korallenriffe. Es sind tote Korallen.

Ein Grund für das Korallensterben ist Sonnenmilch, die über die Menschen ins Wasser kommt. 

Deshalb hat Hawaii als erster US-Bundesstaat nun ein Gesetz verabschiedet, das Cremes, die sogenannte Oxybenzon enthalten, verbietet. Zum Schutz der Korallenriffe. Das Gesetz soll 2021 in Kraft treten. (Huffington Post)