Der deutsche Astronaut Alexander Gerst, 42, ist seit Juni auf der Internationalen Raumstation (ISS) unterwegs durch den Weltraum. Währenddessen twittert er immer wieder Bilder – und macht dabei auch auf den Klimawandel aufmerksam.

Zum Beispiel im August, als er zeigte, wie sehr die Dürre Deutschland und Mitteleuropa traf. Ein "schockiernder Anblick", schrieb er damals. (bento)

Auch jetzt hat Gerst wieder einen wichtigen Anblick – aus 400 Kilometer Entfernung – mit seinen Followern geteilt. Und darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, diesen Teil unserer Erde weiter zu erforschen: Die Antarktis.

So sieht das Packeis gerade aus Gersts Entferneung aus:

Er schrieb dazu: Es handle sich scheinbar um eine "wüste und leere Umgebung, die wir verstehen müssen um unseren Planeten zu schützen."

Wie ist es derzeit um die Antarktis bestellt?

Die Antarktis verliert aktuellen Berechnungen zufolge zunehmend schneller an Eis. 

  • Waren es von 1992 bis 2012 durchschnittlich etwa 76 Milliarden Tonnen pro Jahr, lag das Mittel zwischen 2012 und 2017 bei 219 Milliarden Tonnen jährlich – fast dreimal so viel. Allerdings verglichen die Forscher der University of Leeds in Großbritannien unterschiedlich lange Zeiträume miteinander. (Deutsche Welle/ Nature) Vor allem in den vergangenen zehn Jahren gebe es eine Beschleunigung. 
  • "Dank der Satellitenbilder können wir nun die Eisverluste und ihren Beitrag zum globalen Meeresspiegel zuverlässig verfolgen", sagte Wissenschaftler Andrew Shepherd. Regierungen müssten dringend handeln, um die Küstenstädte vor dem ansteigenden Meeresspiegel zu schützen. Andere Wissenschaftler sagen, dass weitere Untersuchungen, zum Beispiel Satellitenmissionen, nötig seien, um genaue Ergebnisse zu liefern.
  • Wie sich das Antarktiseis in den kommenden Jahrzehnten entwickeln könnte, hat Martin Siegert vom Imperial College London gemeinsam mit Kollegen durchgespielt. Ihr Ergebnis: Im besten Fall würde der Beitrag der Antarktis zum weltweiten Anstieg des Meeresspiegels sechs Zentimeter betragen, im schlimmsten Fall 27 Zentimeter, hat das Team außerdem errechnet. (SPIEGEL ONLINE)

Und wie lange bleibt Gerst noch auf der ISS?

Bevor der deutsche Astronaut zurückkehrt, übernimmt Gerst erst einmal das Kommando auf der ISS – als erster Deutscher. Am Mittwoch löste er seinen US-Kollegen Drew Feustel ab. Bis Dezember soll Gerst noch bleiben.

Anfang September war es zu einem kleinen Zwischenfall gekommen. In der angedockten Sojus-Raumkapsel war ein kleines Loch entdeckt worden. Das Leck wurde zwar schnell abgedichtet, die Ursache dafür ist aber noch offen.

Mit Material von dpa


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