Mit Farbe gegen den Hass

Seit 2011 herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Die Bilder, die uns seitdem aus dem Land erreichen, zeigen meistens Leid, Zerstörung, Flucht.

Doch manchmal gehen auch Bilder um die Welt, die Momente eines anderen Syriens zeigen. Dazu gehören diese Aufnahmen von Menschen, die in der Altstadt Aleppos mit bunten Farben um sich werfen.

Woher kommt der Farbenregen?

Anlässlich des Welttourismustages am 27. September organisierte die syrische Stadt Aleppo gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen den "I love Aleppo"-Marathon, an dem Hunderte Menschen teilnahmen. 

Ein Hauch von Frieden und Normalität.

Den Marathon beendeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Farbbeutel-Schlacht auf dem Saadallah Al-Jabri-Platz. Auf Twitter machten zahlreiche Nutzerinnen und Nutzer mit Bildern auf dieses Ereignis aufmerksam.

Wir lieben dich Aleppo, und sind froh zu sehen, dass du dich erholst.

Was sind die Hintergründe der Aktion?

Bei all ihren Aktivitäten bekräftigten die Bürgerinnen und Bürger von Aleppo ihre Liebe zur Stadt, so Tourismusminister Bishr Yazigi gegenüber der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur "SANA". Es werde dabei deutlich, dass die Jugend eine erhebliche Rolle bei der Wiederherstellung des Glanzes der Altstadt von Aleppo spielen würde, so Yazigi. 

Aleppo war während des Bürgerkrieges in Syrien von 2012 bis 2016 umkämpft und galt als am härtesten umkämpfter Ort in Syrien. Am 22. Dezember 2016 eroberte die Armee des syrischen Diktators Baschar al-Assad nach fast fünf Jahren Kampf die Stadt wieder komplett. (bento


Grün

Was passiert eigentlich wirklich mit meiner Kleiderspende?
Und was kann ich bei der Kleiderspende falsch machen?

Spätestens zum neuen Jahr kommt das Thema immer wieder auf den Tisch: Ausmisten. Auch im Kleiderschrank. Aber wohin mit den Altkleidern? Ist eine Kleiderspende überhaupt sinnvoll?

Das T-Shirt, das seit Monaten im Schrank liegt, ohne getragen zu werden. Seltsamer Aufdruck, komische Farbe. Die Jeans, die einfach mittlerweile zu kurz ist, bei der man sich aber nicht überwinden kann, sie auszusortieren. Vielleicht zieht man sie ja nochmal an, irgendwann. 

Nein. Wird man nicht. Wenn diese Erkenntnis einen trifft, steht man vor dem nächsten Problem: Wohin damit? 

Zu schön ist das Shirt, um es einfach in den Müll zu schmeißen, zu faul ist man selbst, um jedes Stück online oder auf dem Flohmarkt zu verkaufen.

Übrig bleibt: die Kleiderspende. 

Unkompliziert und nachhaltig

Stimmt das?

Was passiert wirklich mit einem T-Shirt, das im Altkleider-Container am Straßenrand landet? Fliegt es bis nach Afrika oder verkauft es der Secondhand-Laden im Szeneviertel teuer als Vintage-Shirt? 

In Deutschland werden jedes Jahr etwa eine Million Tonnen Altkleider gespendet. Packt man all die Spenden in Lkw und reiht sie auf, wäre das ein Stau von Flensburg bis Innsbruck, erklärt Thomas Ahlmann. Er ist Sprecher von FairWertung e.V., einem Dachverband von gemeinnützigen Altkleidersammlungen in Deutschland. 

Er hat uns erklärt, welche Wege ein gespendetes T-Shirt geht – und wie nachhaltig Klamottenspenden eigentlich sind. Mit ihm haben wir den Check gemacht: Wie spendet man am besten? In Sozialkaufhäusern, im Altkleider-Container oder im Einzelhandel, zum Beispiel bei H&M?

Direktabgabe in Sozialkaufhäusern

Wie funktionierts?

Eine Direktabgabe kannst du in einem Sozialkaufhaus machen. Die gibt es in jeder Stadt. Häufig werden sie von der Arbeiterwohlfahrt oder dem Roten Kreuz getragen. Immer seltener gibt es Kleiderkammern, aber auch sie nehmen Kleiderspenden an. Direktabgaben sind auch bei Secondhand-Läden wie Oxfam möglich.

Wie nachhaltig ist es?

Die meisten Sozialkaufhäuser achten auf eine hochwertige stoffliche Verwertung. Das bedeutet, dass 90 Prozent der gespendeten Kleidung weiter- oder wiederverwertet werden. Auch Kleidung, die nicht mehr tragbar ist, wird verwendet und zum Beispiel zu Lappen oder Malerflies verarbeitet.

Aber nicht jede Kleiderspende wird in dem jeweiligen Kaufhaus verkauft. Die Spendenbereitschaft ist größer als die Nachfrage – deshalb verkaufen die Kaufhäuser einen Teil der Spenden an Sortierbetriebe.