Bild: Marcus Brandt/dpa
So sollen Menschen schneller Hilfe leisten können.

Airbnb will Hilfsbereitschaft einfach machen: Menschen sollen im Falle von Naturkatastrophen, Kriegen oder Konflikten ihre Wohnungen ganz einfach als Notunterkünfte bereitstellen können und so Hilfsbedürftigen schnell und unkompliziert helfen.

Dafür startet der Wohnungs-Vermittler im kalifornischen San Jose jetzt ein Pilotprojekt. Besitzerinnen und Besitzer einer Unterkunft können dann angeben, dass sie grundsätzlich ihre Wohnung für solche Notfälle kostenlos anbieten. (TechCrunch)

Der Gedanke ist kein neuer: Beispielsweise nach dem Hurrikan "Harvey" wurde es bereits Airbnb-Nutzern ermöglicht, ihre Unterkunft kostenlos bereitzustellen. 

Gleichzeitig wurden die üblichen Servicegebühren für Menschen, die zuvor evakuiert worden waren, vorübergehend abgeschafft. (Time)

Insgesamt wurden in dem "Open Homes"-Programm bereits 17.000 Nächte vermittelt. Bei dem Unternehmen habe man jedoch festgestellt, dass es eine Zeitlücke gegeben habe, zwischen einer Naturkatastrophe und dem Zeitpunkt, zu welchem kostenlose Unterkünfte zur Verfügung standen. Mit dem neuen Projekt und der grundsätzlichen Option, seine Unterkunft zu Verfügung zu stellen, soll sich das ändern.

  • Nach erfolgreicher Testphase will Airbnb das Projekt erst auf die gesamten USA ausweiten und später auch weltweit einführen.

Ob die Aktion wirklich nötig ist, wird sich allerdings zeigen. 

Airbnb steht oft in der Kritik, durch seine Vermittlungen wichtigen Wohnraum zu nehmen. Wenn Menschen helfen wollen, ging es bisher auch ohne den Dienst.

In Deutschland hatte es zum Beispiel vor zwei Jahren einmal spontan eine Welle der Hilfsbereitschaft gegeben, bei der Leute anderen Menschen eine vorübergehende Unterkunft boten: Nach dem Amoklauf in München im Juli 2016 saßen viele Menschen fest, der gesamte Nah- und Fernverkehr der Stadt stand still. 

Auf Twitter boten daraufhin viele Münchner den Gestrandeten unter dem Hashtag #offenetür einen Schlafplatz für die Nacht. (bento)


Today

Trotz EU-Grenzübertritt – Bulgarische Flüchtlingskuh darf doch am Leben bleiben
Erst sollte sie sterben.

Die Europäische Union ist ein gefährliches Pflaster. Mitte Mai hatte sich eine bulgarische Kuh namens Penka von ihrer Herde abgesetzt und ist über die Grenze nach Serbien gewandert. Das wäre beinahe das Todesurteil für die trächtige Kuh gewesen. (bento)

Denn: Bulgarien liegt in der Europäischen Union, Serbien nicht. Und nach EU-Regeln dürfen Tiere aus einem Nicht-EU-Gebiet nicht in ein Land der Europäischen Union zurückkehren.