Bild: Marcus Brandt/dpa
Zwei Fragen zum Vorhaben

Auf Hamburger Wohnungseigentümer, die ihre Wohnung unerlaubt über Portale wie Airbnb untervermieten, könnten in Zukunft deutlich höhere Strafen zukommen: Der Hamburger Senat hat die Verschärfung des Wohnraumschutzgesetzes beschlossen. Das berichtete der NDR.

Was bedeutet das?

  • Demnach sollen Privatwohnungen nur noch vermietet werden können, wenn sie registriert sind und eine Wohnraumschutznummer haben. 
  • Außerdem sollen sie nur maximal zwei statt sechs Monate kommerziell vermietet werden dürfen. 
  • Das Bußgeld steige von 50.000 auf bis zu 500.000 Euro.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Stadtentwicklungssenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) stellten die neuen Regeln vor, dabei handele es sich ihnen zufolge um eine bundesweit einmalige Idee. Laut Tschentscher geht es laut NDR nicht darum, "Krieg gegen Airbnb" zu führen. Niemand habe etwas gegen Untervermietung, "aber wir haben etwas dagegen, dass Wohnraum missbraucht wird". Es dürfe nicht passieren, dass Wohnraum entzogen wird, den die Bewohnerinnen und Bewohner Hamburgs dringend benötigten.

Wann kommt das Gesetz?

Das Gesetz soll Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. Laut NDR steht dafür noch die Zustimmung der Hamburger Bürgerschaft aus.

In einer Stellungnahme soll das Onlineportal Airbnb die Pläne als unverhältnismäßig bezeichnet haben. Dem NDR zufolge schrieb das Unternehmen, dass sie den "Hamburger Bürgern, die gelegentlich ihr Zuhause vermieten und am Tourismus teilhaben wollen, schaden".


Dieser Text ist zuerst auf SPIEGEL ONLINE erschienen.


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