Bild: Marcel Kusch / dpa

Airberlin, Deutschlands zweitgrößte Fluglinie, ist seit der Nacht Geschichte. Am Freitagabend landete die letzte Maschine der insolventen Fluggesellschaft in Berlin.

Der Flug wurde von vielen Emotionen begleitet – bei Start und Landung jubelten und weinten die Mitarbeiter, Prominente und Journalisten flogen mit.

Seit die Airline im August Insolvenz angemeldet hatte, tauchten immer wieder mitgeschnittene, emotionale Durchsagen von Flugbegleitern und Piloten im Netz auf. Doch die Wutrede eines Piloten, der bereits am Donnerstag zum letzten Mal flog, bringt die Situation der Mitarbeiter auf den Punkt. (ZDF)

Die Rede richtet sich nicht nur ans Team und die Passagiere, sondern auch an Politiker und Aktionäre.

"Vor ziemlich genau zehn Wochen wurden wir, die Mitarbeiter der Airberlin, zu Marionetten in unserem eigenen Leben degradiert", sagt der Pilot. "Es wurde von uns erwartet, dass wir alles am Laufen halten."

In der Kabine ist es still, der Pilot fährt fort: "Dass alles umsonst war, dass es kein Happy-End für uns gibt, wissen wir heute, denn spätestens ab morgen erwarten uns unsere Kündigungen."

Dann erzählt er, dass dies das Einzige sei, was die Crew sicher wisse – und dass es einige Mitarbeiter zwar andere Angebote bekommen hätten, jedoch zu "unsäglich schlechteren Konditionen".

Der Pilot richtet das Wort an die Funktionäre: "Sicher ist: Diese starke Truppe lässt sich nicht von gierigen Managern, renditesüchtigen Aktionären und blinden Politikern unterkriegen."

Dass alles umsonst war, wissen wir heute
Pilot

Während in der Kabine niemand etwas sagt, endet der Pilot seine Durchsage ohne ein einziges Zögern: "Und damit heißt es zum letzten Mal auf einem Air-Berlin-Flug: Cabin crew, arm doors and cross check."

Es folgt Applaus, dann endet die Aufnahme. Zurück bleibt ein Gefühl: Dass von Air Berlin nicht nur eine wirtschaftliche Großbaustelle übrig ist, sondern auch viele Einzelschicksale – Menschen, die sich spätestens ab heute überlegen müssen, wie ihr Leben nun weitergeht.

Hör die Aufnahme hier noch einmal in voller Länge an:

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