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Seit Oktober hat Air Berlin den Flugbetrieb eingestellt. Die Mitarbeiter bangen seitdem um ihren Job. Doch auch für die Kunden wird die Insolvenz zum Problem.

Denn auf innerdeutschen Strecken wird das Fliegen deutlich teurer. 

Schon als die Lufthansa bekannt gab, große Teile von Air Berlin übernehmen zu wollen, warnten Verbraucherschützer vor einer Monopolisierung und steigenden Ticketpreisen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sagte damals noch: "Fakt ist, dass Fliegen nie günstiger war als heute. Und dieser langjährige Trend wird sich sicher nicht umkehren."

(Bild: Sean Gallup / Getty Images)
Die Realität sieht aber anders aus. 

Schon länger werden große Teile des innerdeutschen Luftverkehrs von der Lufthansa bedient. Durch die Übernahme von Air Berlin hat sich die Marktdominanz weiter vergrößert. Der Wettbewerb leidet darunter – und die Lufthansa hat die Möglichkeit mit den Preisen anzuziehen. 

Wie das Internetportal "MyDealz" berechnet hat, müssen Privatleute seitdem an Werktagen rund 26 Prozent und am Wochenende rund 39 Prozent mehr für ihre Tickets zahlen. (Tagesspiegel)

Fliegen war nie günstiger als heute
Lufthansa-Chef Carsten Spohr

Das deckt sich mit Angaben der Wirtschaft. Der Verband Deutsches Reisemanagement erklärt, dass Flugtickets für Geschäftsreisen bis zu 50 Prozent teurer geworden seien. Besonders Strecken aus Berlin und Düsseldorf seien betroffen. (SPIEGEL ONLINE)

(Bild: Kevin Kurek / dpa)

Der Lufthansa-Konzern sieht das anders: "Die höheren Preise sind allein durch die gestiegene Nachfrage entstanden, die ihrerseits auf das verkleinerte Angebot zurückzuführen sind. Wir haben unsere Preisstruktur nicht verändert", erklärt eine Sprecherin (SPIEGEL ONLINE)

Wir haben unsere Preisstruktur nicht verändert
Lufthansa
Wie geht es jetzt weiter?

Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), stellt im Handelsblatt klar: "Es muss verhindert werden, dass Lufthansa die Ticketpreise unverhältnismäßig in die Höhe treibt." Die Kartellbehörden müssten entscheiden, ob ein "Verfahren wegen Marktmissbrauchs eingeleitet" werden muss. 

Es muss also geprüft werden, was die Übernahmen für den Markt und die Preisentwicklung auf einzelnen Strecken bedeutet. Zuständig ist diesem Fall das Bundeskartellamt, das aber zunächst die Entscheidung der EU-Kommision abwarten möchte.

Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager(Bild: Michael Reynolds / dpa)

Dort prüft Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager derzeit, ob die Lufthansa die gewünschten Teile von Air Berlin mitsamt der Streckenrechte übernehmen darf. Eine Entscheidung soll am 7. Dezember fallen. 

Der Ex-Chef der Monopolkommission und Wettbewerbsexperte Daniel Zimmer fordert im Tagesspiegel dazu auf, die "Lufthansa zur Abgabe bestimmter Maschinen, Start- und Landerechte an Wettbewerber zu verpflichten. Der entstehende Wettbewerbe könnte die Preise wieder senken. 

Angesichts der schon jetzt ansteigenden Ticketpreise, wird die Lufthansa gut begründen müssen, dass der Wettbewerb im Flugverkehr weiter gewährleistet ist. 

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