Bild: dpa/Michael Kappeler

Was ist passiert?

Sie war einst Vorsitzende dieser Partei, jetzt verklagt die AfD ihre Ex-Chefin Frauke Petry. Und zwar wegen ihrer neuen, eigens gegründeten Partei, namens "Die blaue Partei". 

Die AfD sieht in dem Namen eine Nachmache. Auch die rechtspopulistische AfD trägt die Farbe Blau in ihrem Logo. Sie werfen Petry nun vor, ihre alte Partei zu kopieren.

"In München verklagt mich die AfD auf Löschung der von mir angemeldeten Marke 'Die blaue Partei'", sagte Petry der "Bild"-Zeitung. Das bestätigte auch Anne Fricke, Sprecherin des Landgerichts München. Die Marke "Die blaue Partei" hatte Petry am 14. Oktober eingetragen. Seit dem 19. Januar ist sie beim Patent- und Markenamt in München registriert. 

Was steckt dahinter?

Ein mehrere Monate andauernder Konflikt zwischen Petry und der AfD. Schon vor der Bundestagswahl hatte sie sich nicht als Spitzenkandidatin aufstellen lassen. Sie war zunehmend vom eigenen Vorstand in die Kritik geraten, weil sie die Partei auf einem rechten, aber nicht ganz so rechten Kurs halten wollte. (bento)

Dann kam nach der Bundestagswahl der große Eklat: Petry erklärte, der neuen AfD-Fraktion im Bundestag nicht angehören zu wollen und gründete ihre eigene Partei. Seitdem sitzt sie als fraktionslose Abgeordnete im Parlament. 

Was der AfD auch nicht gefällt: Petry hat trotzdem ihr Mandat im sächsischen Landtag behalten.

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Wie geht es weiter?

Die AfD hatte im vergangenen Jahr schon mal zur Vorsicht mehrere Marken eintragen lassen – darunter "Blaue Partei" und "Blaue Wende". Ein Mitglied soll sogar "Die blaue Partei" angemeldet haben.

Deshalb hat die AfD Petry auch aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben. Doch die weigert sich. Auch in Köln und Berlin befassen sich Gerichte mit dem Fall.


Style

Justin Trudeau wollte sich schick machen, aber vielen Indern gefällt das gar nicht
Seine Kleiderwahl wird kritisiert.

Justin Trudeau hat als Staatschef von Kanada viele wichtige Aufgaben. Er muss es schaffen, dass es den Menschen im eigenen Land gut geht, er muss auf komplexe Probleme politische Antworten finden und er muss mit den Regierungen anderer Länder kooperieren.

Doch sehr oft bekommt Trudeau mehr Aufmerksamkeit für nette Äußerlichkeiten als für seine Politik. Zum Beispiel, wenn er witzige Socken trägt (bento) oder Yoga macht (bento).

So war es nun auch bei seinem Besuch in Indien. Doch dieses Mal wird der Premierminister nicht für seinen Stil gefeiert – sondern kritisiert.