Bild: dpa / Kay Nietfeld
Es gibt Kontakte zu "Identitären" und Burschenschaften.

Die Abgeordneten der AfD und die AfD-Fraktion im Bundestag beschäftigen aktuell rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wer da genau arbeitet, ist meist nicht öffentlich. Denn während viele Abgeordnete anderer Parteien ihre Mitarbeiter auf Homepages vorstellen, oft mit Fotos, schweigen viele AfD-Abgeordnete dazu lieber.

Offenbar aus gutem Grund: Eine Recherche zeigt nun, dass die AfD Personal mit Verbindungen zu Rechtsradikalen beschäftigt. Darunter sind junge Mitarbeiterinnen mit Kontakten zu "Identitären" und Burschenschaften.

"Netzwerk AfD" heißt die Recherche der "taz", der Zeitschrift "Der rechte Rand" und des antifaschistischen Archivs apabiz. Gefördert wurde das Projekt von der Otto-Brenner-Stiftung. Genannt werden die Namen der Abgeordneten, die Mitarbeiter bleiben anonym. (taz)

So sieht das "Netzwerk AfD" aus:
  • 55 Verbindungen zu insgesamt 23 Organisationen der Neuen Rechten.
  • 36 Verbindungen zu insgesamt 30 Burschenschaften soll es geben, auch zu rechtsextremen Burschenschaften wie die Danubia München.
  • 23 Verbindungen zu extrem rechten Parteien, Think-Tanks, Medien, Burschenschaften oder anderen Organisationen.
  • 15 Verbindungen zu extrem rechten Gruppen und zur NPD.
  • 10 Verbindungen zu den "Identitären".
Auf der Website der taz gibt es die ganze Recherche mit interaktiver Grafik

Die AfD-Fraktion im Bundestag

10 Frauen und 83 Männer sind bei der Wahl für die AfD in den Bundestag eingezogen. Sie haben wie alle Abgeordneten ein Budget von 20.870 Euro im Monat für Personal. Dazu kommen rund 150 Stellen für die Fraktion. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um Reden, Anfragen, Gesetzesentwürfe und Pressearbeit.

Die Kontakte nach ganz Rechts finden sich demnach nicht nur bei den als rechtsradikal bekannten Abgeordneten (bento), sondern auch bei Abgeordneten, die sich sonst moderater geben.

Arbeitsplätze, Informationen, Veranstaltungen: Mit diesem Netzwerk knüpft die AfD Kontakte zur extremen Rechten in Deutschland und hilft beim Aufbau rechter Strukturen.


Grün

Wir haben versucht, Leute zum "Plogging" zu überreden
Im Video siehst du das Ergebnis.

"Plogging" – das Wort ist eine Mischung aus joggen und "plocka", schwedisch für "etwas aufheben" und der Hashtag, unter dem Menschen zeigen, wie sie beim Joggen Müll aufsammeln. Der Umweltaktivist Erik Ahlström gilt als Hauptakteur der Laufbewegung und gründete zusammen mit seinen Freunden und Freundinnen die Mitmach-Plattform „Plogga“. Über die organisiert er regelmäßig Lauf-Events – auch außerhalb Schwedens.