Jeden Sonntag stellt jemand aus der bento-Redaktion seine persönlichen Highlights vor. Dieses Mal: Redaktionsleiter Ole Reißmann.

Diese Woche war nicht einfach: Ich war ohnmächtig, als Assad Giftgas in Syrien einsetzte und Trump daraufhin Luftangriffe befahl. Ich war entsetzt über den Anschlag in Stockholm, bei dem vier Menschen starben.

Mut machen mir hingegen Geschichten von Menschen, die sich engagieren. Die zum Beispiel eine Partei gründen. Die sich für Europa einsetzen. Die den Rechtspopulisten sagen, was sie von ihnen halten: nämlich gar nichts. Wir haben solche Menschen gesucht und gefunden.

Hier kommen meine Storys der Woche:

AfD und Anti-AfD

Marc Röhlig hat sich "Demokratie in Bewegung" angeschaut, eine Gruppe von Aktivisten, die mit einer Anti-AfD in den Bundestag einziehen will.

Katharina Schmidt war für uns bei einem Auftritt von Yanis Varoufakis, dem ehemaligen griechischen Finanzminister, und hat Anhänger seiner Demokratie-Bewegung DiEM25 getroffen. Die wollen Europa vor den Rechtspopulisten retten, vielleicht gründen sie auch bald eine Partei.

Der Satiriker und Schriftsteller Shahak Shapira beobachtet, wie die AfD in Berlin und in ganz Deutschland versucht, sich an Juden heranzuschmeißen. Genau, die Partei mit den Rechtsextremen. Im Video erklärt uns Shahak, warum er darauf verzichten kann:

Am Samstag hat unser Autor Felix Huesmann den Wahlkampf-Auftakt der AfD in Nordrhein-Westfalen besucht. Dort ist ein SPD-Politiker zu den neuen Rechten übergetreten. Es gab Schlagermusik, Gegenproteste und Selfies mit Frauke Petry.

Mumps, Masern und Röteln

Außerdem war Felix für uns im Kino und hat "Vaxxed" gesehen, eine Pseudo-Doku über das Impfen. Bei der anschließenden Diskussion traf er auf Impfgegner, die ihre Kinder nicht mehr schützen lassen. Warum das ärgerlicher Unsinn ist, erklärt er uns.

Sexvergnügen auf dem bento-Sofa

Ines Anioli und Leila Lowfire vom Sexvergnügen-Podcast haben uns besucht. Basti Maas hat sich mit ihnen aufs Sofa gesetzt und im Facebook-Livevideo eure Fragen gestellt. Beim nächsten Mal halten wir auch das Handy auch quer, versprochen!

Hochzeitsmarkt

Unsere Autorin Meike Neitz hat in Shanghai Eltern getroffen, die in einem Park mitten in der Stadt ihre Kinder anbieten. Sie berichtet, wie dort hart verhandelt wird: Wohnung, Auto und Geld zählen – die Liebe nicht. 

Körperwissen

"Ebbe & Blut" heißt ein neues Aufklärungsbuch über die Periode, das unverkrampft und ästhetisch sein will. Carolin Martz hat sich das Buch angesehen und mit den Autorinnen und Illustratorinnen gesprochen. Es geht um Anatomie, Humor und Dope für die Muschi.

Was uns sonst noch beschäftigt hat, lest ihr hier. Und wenn ihr keine Geschichte mehr verpassen wollt, folgt uns am besten gleich auf Facebook. Bis nächste Woche!

Lass uns Freunde werden!


Tech

So funktioniert Mastodon, das neue Twitter
Ein 24-Jähriger aus Deutschland baut ein neues soziales Netzwerk

Es gibt ein neues Twitter. Ohne Begrenzung auf 140 Zeichen und vor allem ohne Neonazis und Hatespeech. Twitter ohne den ganzen Ärger. Es heißt Mastodon, wird von Eugen Rochko entwickelt, einem 24-Jährigen aus Deutschland, und es hat schon mehr als 125.000 Nutzer.

Gerade werden es sprunghaft mehr, weil Mastodon ziemlich gehypt wird: Highsnobiety schreibt über das angeblich bessere Twitter, Motherboard und viele andere. Stars oder Marken sind bei Mastodon aber bisher kaum vertreten.

Der wichtigste Unterschied: Bei Twitter betreibt und kontrolliert eine Firma das Netzwerk. Mastodon hat keine Zentrale, es gibt nicht das eine Mastodon. Stattdessen betreiben Freiwillige Knotenpunkte, die im Hintergrund miteinander verbunden sind. Dezentral. Unkommerziell. Open Source.

Was das bedeutet und wie Mastodon funktioniert, erklären wir hier: