Bild: dpa/Felix Kästle
Erst aus der Schweiz, nun aus Belgien.

Die AfD trat einst mit dem Versprechen an, die "Altparteien" und ihre angeblichen Umtriebigkeiten abzulösen. Postengeschacher, Klüngelei und Spendensumpf soll es bei der "Alternative" nicht geben.

Jetzt scheitert die AfD an ihren eigenen Maßstäben – und steckt mitten in einer eigenen Spendenaffäre.

Am Sonntag war bekannt geworden, dass der Kreisverband von AfD-Chefin Alice Weidel im Bundestagswahlkampf umgerechnet rund 130.000 Euro aus der Schweiz erhalten hatte. Das Geld war mit dem Vermerk "Wahlkampfspende Alice Weidel" versehen. 

Eine Pharmafirma aus der Schweiz soll die Überweisung "treuhänderisch für einen Geschäftsfreund" getätigt haben. Im Frühjahr hatte der Verband die Spende zurückgezahlt, nachdem er an der Rechtmäßigkeit gezweifelt hat. (bento)

Es gilt:

Parteispenden aus dem Ausland dürfen grundsätzlich nicht angenommen werden. So soll eine Einflussnahme verhindert werden.

Spenden von mehr als 50.000 Euro – auch aus Deutschland – müssen Parteien grundsätzlich sofort der Bundestagsverwaltung melden, und sie müssen umgehend veröffentlicht werden.

Doch nun taucht eine zweite Großspende von außerhalb auf, wie die AfD am Mittwochabend selbst zugab.

Eine belgische Stiftung hatte Geld an die Partei überwiesen. Wie die AfD mitteilte, habe die "Stichting Identiteit Europa" Mitte Februar 150.000 Euro an den Kreisverband der Co-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel überwiesen.

Im Mai wurde das Geld zurück überwiesen, die Spende also nicht angenommen. Informiert hatte die AfD darüber jedoch nicht. In einer Pressemitteilung schreibt die AfD jetzt, das Handeln von Alice Weidel sei dennoch "in jeder Hinsicht korrekt".

Ganz so entspannt sehen es allerdings auch Parteimitglieder nicht. Der Schatzmeister des baden-württembergischen AfD-Landesverbandes, Frank Kral, war nach eigenen Angaben nicht über die Großspende der belgischen Stiftung informiert – und erfuhr wie die Öffentlichkeit erst am späten Mittwochabend davon. "Hier tun sich offenbar Abgründe auf", sagte er dem SPIEGEL.


Haha

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