Frauke Petry will nicht der Bundestagsfraktion der AfD im Bundestag angehören. Am Sonntag gewann sie im Wahlkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Direktmandat (35,5 Prozent) und ließ den CDU-Konkurrenten deutlich hinter sich (25,6 Prozent).

In der Bundespressekonferenz am Montagmorgen kündigte sie aber an, dass sie aufgrund interner Auseinandersetzungen nicht für die AfD arbeiten werde. 

"Wir dürfen den inhaltlichen Dissens nicht totschweigen." 

Weitere Fragen wollte sie nicht beantworten und verließ den Saal. Co-Chef Meuthen sprach von einer Bombe, die Petry habe Plätzen lassen. "Das war mit uns nicht abgesprochen, wir wussten davon nichts."

Warum ist das wichtig?

Die Entscheidung von Petry zeigt die interne Zerrissenheit der Partei. Schon am Morgen nach der Wahl hatte sie den Co-Vorsitzenden Alexander Gauland für dessen Äußerungen kritisiert. "Das ist die Rhetorik, glaube ich, von der ich gesprochen habe, dass gerade der bürgerliche Wähler sie nicht als konstruktiv empfindet", sagte Petry im ZDF-"Morgenmagazin". (SPIEGEL ONLINE)

Wie geht es jetzt weiter?

Vielleicht werden Frauke Petry noch weitere AfD-Abgeordnete folgen, die sich ebenfalls nicht über der völkisch-nationalen Entwicklung identifizieren können. 


Gerechtigkeit

AfD im Bundestag: 8 Dinge, die du jetzt tun kannst

Ja, die AfD ist jetzt im Bundestag. Und mit ihr einige offen rechtsradikale Menschen – und sehr viele, die diese Haltung tolerieren. Das mag bitter sein, aber es ist das Ergebnis einer demokratischen Wahl. Man kann sich jetzt frustriert unter der Decke verkriechen.

Man kann die Wahl und ihr Ergebnis aber auch als Weckruf sehen und anfangen, sich zu engagieren. Damit sich die Ereignisse in vier Jahren nicht wiederholen.