Bild: dpa / Sebastian Kahnert

Der Chef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, hat am Mittwoch gegen Türken gehetzt. Die AfD hatte sich in Nentmannsdorf bei Pirna zum politischen Aschermittwoch getroffen. 

Weil die Türkische Gemeinde Kritik an dem geplanten Heimatministerium geäußert hatte, sagte Poggenburg:

"Diese Kümmelhändler haben selbst einen Völkermord an 1,5 Millionen Armeniern am Arsch... und die wollen uns irgendetwas über Geschichte und Heimat erzählen?" Und: "Diese Kameltreiber sollen sich dahin scheren, wo sie hingehören."

Über die doppelte Staatsbürgerschaft sagte er: Diese bringe nichts anderes "als heimat- und vaterlandsloses Gesindel" her.

Bei der Veranstaltung mit rund tausend Teilnehmern in einer Lagerhalle war auf Pegida-Gründer Lutz Bachmann anwesend. Eine Blaskapelle aus dem Erzgebirge spielte "Alte Kameraden" und "Deitsch un frei woll’mer sei". (FAZ)

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu, sagte: "Das zeigt das Niveau der AfD." Die Partei habe "keine Hemmungen, diskriminierende und rassistische Aussagen zu tätigen". Der Verband prüft nun rechtliche Schritte. (dpa)


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Polen sollen Landeskritiker künftig melden – auch in Deutschland
Es geht um den "guten" Ruf.

Die polnische Regierung hat genug von der Kritik an ihrer Nation. In einem offiziellen Schreiben, das zurzeit in Botschaften und Konsulaten weltweit die Runde macht, werden im Ausland lebende Polen dazu aufgerufen, Kritiker ihres Landes zu melden.