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Hey, es ist nicht alles schlecht!

2016 war für viele ein Jahr im Ausnahmezustand: Der Krieg in Syrien. Die Wahl in den USA. Der Anschlag von Berlin. Dazu die Flüchtlingsdebatte, in der es kaum noch um Menschenleben, aber viel um Hass und Obergrenzen ging. Schrecken ohne Ende. Oder?

Was wir bei all diesen Meldungen gerne vergessen: Noch nie ging es der Welt so gut wie jetzt. Wirklich. Denn es gibt genügend Dinge, die in diesem Jahr besser geworden sind. Trotz allem:

Und es gibt genügend Dinge, auf die wir uns jetzt schon freuen können. Dinge, die unser Leben wirklich verbessern:

1. In der Bahn gibt es jetzt kostenloses W-Lan

Endlich! In den ICEs der Deutschen Bahn gibt es endlich kostenloses W-Lan für alle. Diese Regelung gilt ab dem 1. Januar. Dann soll auch die Qualität verbessert werden – bislang war das oft ein Problem. Wer in der ersten Klasse fährt, kann endlos surfen. In der zweiten Klasse sind 200 MB inklusive – immer noch so viel, wie viele monatlich auf ihrem Handy haben. Ab Februar sollen außerdem Filme von Maxdome kostenlos angeschaut werden können. (Heise)

2. Roaming-Gebühren werden abgeschafft

Es dauert noch ein paar Monate, aber dann ist endgültig Schluss: Ab Juni 2017 können wir in der ganzen EU telefonieren und smsen, als wären wir zu Hause. Die Roaming-Gebühren sind dann endlich Geschichte. Auch Datentarife können dann in den europäischen Nachbarländern genutzt werden. Hier dürfen die Betreiber allerdings Höchstgrenzen festsetzen, damit günstigere Tarife aus einem Land nicht dauerhaft in einem anderen genutzt werden.

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3. Lebensmittelverpackungen werden besser verständlich

Wie viel Salz steckt eigentlich in Tütensuppe? Und welcher Fertigsalat enthält am wenigsten Salat? Ab sofort lassen sich solche Fragen viel schneller beantworten. Denn alle verpackten Lebensmittel müssen eine Nährwerttabelle zu sieben wichtigen Inhaltsstoffen haben. Dazu gehören beispielsweise die Mengen an Zucker, Salz oder Fett. Bislang gab es diese Regel nur für Produkte, die als gesundheitsbewusst beworben wurden. Die neuen Regeln gelten in der ganzen EU – und eigentlich sogar schon seit dem 13. Dezember 2016.

4. Bei der "GEZ" können viele nachträglich noch Geld sparen

Seit 2013 gibt es die GEZ nicht mehr – dass der Name immer noch genutzt wird, zeigt allerdings, wie schwer sich viele mit den neuen Regeln tun. Viele haben den Rundfunkbeitrag bislang nicht zuverlässig gezahlt – und könnten jetzt von einer neuen Regelung profitieren. Denn in Zukunft lässt sich die Befreiung für Bafög-Empfänger und Arbeitslose auch nachträglich beantragen. Wer also wenig Geld hat, muss jetzt also keinen Schuldenberg abtragen. Alle Informationen dazu gibt's direkt hier bei der GE... beim Beitragsservice.

Aufgepasst: Diese Dinge werden ab 2017 auch anders:
Aufgepasst! Das solltet ihr 2017 beachtet
Viele Mitfahrgelegenheiten werden teurer – denn die bekanntesten Seiten blablacar und Mitfahrzentrale führen Gebühren ein. Die Kosten hängen von der Strecke ab.
Fahrradfahrer müssen ab 2017 Auto-Ampeln folgen, wenn es keine eigenen Verkehrszeichen für sie gibt. Bislang sollten Radlern den Fußgänger-Ampeln folgen.
Die IBAN-Nummer wird bei Überweisungen ab Februar Pflicht. Die alten Kontonummer können dann endgültig nicht mehr verwendet werden.
Studenten müssen in der gesetzlichen Krankenkasse künftig mehr zahlen – die Beiträge steigen mit dem Bafög. Von rund 61 auf 68 Euro.
Wer am Steuer sein Handy benutzt, muss ab 2017 mehr zahlen. Außerdem werden auch Tablets, E-Book-Readern und Videobrillen in den Bußgeld-Katalog aufgenommen.
In Baden-Württemberg soll es ab dem Wintersemester wieder Studiengebühren geben. Allerdings nur für das Zweitstudium – und für Ausländer, die kein deutsches Abi haben.
Strom wird teurer – unter anderem, weil die Ökostrom-Umlage steigt. Für die meisten Haushalte steigen die Kosten um ca. 50 Euro im Jahr.
Im Straßenverkehr müssen Rettungsgassen jetzt immer zwischen der Spur ganz links und der rechts daneben gebildet werden.
Fernsehen wird digitaler – in vielen Gebieten ist analoges Kabelfernsehen endgültig Geschichte. Auch DVB-T wird abgelöst – wer weiter problemlos fernsehen will, sollte bald auf DVB-C und DVB-2 umrüsten.
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5. Der Mindestlohn steigt (ein bisschen)

Zwei Jahre nach seiner Einführung wird der gesetzliche Mindestlohn 2017 zum ersten Mal angehoben. Ab Januar steigt er auf 8,84 Euro pro Stunde. Das ist nicht wirklich viel, bedeutet für viele Menschen aber schon eine Verbesserung. Auch wer neben dem Studium einen Minijob hat, profitiert von der Erhöhung. Zwar liegt die Einkommensgrenze weiterhin bei höchstens 450 Euro pro Monat, allerdings sinkt dann die Stundenzahl. Die genaue Zahl könnt ihr beim DGB nachsehen.

6. Mehr Hilfe für Kinder und Alleinerziehende

Wenn Väter oder Mütter den Unterhalt verweigern, bringt das den alleinerziehenden Elternteil oft in Schwierigkeiten. In vielen Fällen springt deshalb der Staat ein und streckt das Geld vor, um es später einzufordern. Den sogenannten Unterhaltsvorschuss gibt es bislang aber nur bis zum 12. Lebensjahr. Eine absurde Grenze, denn Kinder werden danach ja nicht billiger. Nächstes Jahr soll die Grenze deshalb auf 18 erhöht werden. Endlich!

Außerdem wird das Kindergeld erhöht. Auf zwei Jahre verteilt (2017 und 2018) steigt es jährlich um 24 Euro pro Kind. Nicht wirklich viel Geld. Für Familien mit mehreren Kindern aber oft schon die Summe, die für einen Ausflug gefehlt hat.

7. Der Umweltschutz wird besser

Geschirrspüler machen vielen Menschen den Alltag leichter. Doch was viele nicht wissen: Das in vielen Spülmitteln enthaltene Phosphor belastet Flüsse und Seen. Denn dort sorgt es unter anderem dafür, dass sich Algen massenhaft vermehren. Ab 2017 wird die Höchstgrenze für Phosphor in Geschirrspülmitteln deshalb deutlich strenger. Viele Hersteller wollen deshalb in Zukunft gleich ganz darauf verzichten. Die Umwelt sagt Danke! (WWF)

8. Es gibt einen Feiertag für alle extra

Es gibt extra Gesetze und Verordnungen, die alle nur ein Ziel haben: 2017 soll es einmalig einen neuen gemeinsamen Feiertag für alle Deutschen geben. Was?! Der Grund ist das Reformationsjubiläum. Denn 2017 jährt es sich zum 500. Mal, dass Martin Luther seine Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg genagelt hat und damit die Reformation auslöste. Aus diesem Anlass soll der regionale Feiertag einmalig für uns alle gelten. Am 31. Oktober ist es soweit. Das ist übrigens ein Dienstag. Wer am Tag davor Urlaub nimmt, hat im neuen Jahr vier Tage Kurzurlaub!

(Bild: Slatit / CC-BY-ND-2.0)
9. Endlich gibt es wieder einen richtigen "Star Wars"-Film

2017 ist es endlich soweit: Star Wars 8 kommt ins Kino. Nach zweijähriger Pause gibt es wieder einen "richtigen" Film der Weltraum-Saga. Ab dem Am 14. Dezember erfahren wir, wie es mit Rey, BB-8, Luke Skywalker usw. weitergeht. Wir haben also das ganze Jahr Zeit, uns zu freuen. Möge die Macht mit euch sein.


Grün

So wunderschön bunt ist die Antarktis

Die Antarktis ist zehn Monate im Jahr von einer 1,5 Meter dicken Eisschicht bedeckt. Man kann es sich schwer vorstellen, aber unter dem Eis leben wunderschön bunte Pflanzenarten. Forscher der "Australian Antarctic Division" haben das Eis durchbohrt und mit einem Tauchroboter einzigartige Bilder eingefangen.