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Die meisten Verdächtigen sind im vergangenen Jahr nach Deutschland gekommen.

Nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht identifiziert die Staatsanwaltschaft immer mehr mögliche Täter. Gegen 73 Beschuldigte werde derzeit ermittelt, sagte der Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Montag zu bento. Unter ihnen sind laut Bremer illegal Eingereiste, Asylsuchende und Asylbewerber (die bereits einen Antrag gestellt haben). Die größte Gruppe machen Marokkaner (30) und Algerier (27) aus. Drei Verdächtige kommen aus Deutschland.

Die Mehrheit aller Beschuldigten sei laut Bremer erst im Laufe des vergangenen Jahres nach Deutschland gekommen. Damit stellte der Oberstaatsanwalt Angaben der britischen Tageszeitung "Independent" richtig. Die Zeitung hatte berichtet, dass nur drei der derzeit Beschuldigten vor Kurzem nach Deutschland eingereist seien: "But of those arrested only three - two Syrians and an Iraqi - had recently arrived in Germany."

Insgesamt lagen der Staatsanwaltschaft am Montag 1075 Strafanzeigen zur Kölner Silvesternacht vor. Knapp 470 davon wegen sexueller Übergriffe. Daneben gibt es Anzeigen wegen Diebstahls, Raub, Hehlerei und Körperverletzung. In der vergangenen Silvesternacht war es am Kölner Hauptbahnhof zu zahlreichen Übergriffen auf Frauen durch Gruppen junger Männer gekommen.