Ein bisschen kuschlig, ein bisschen lustig – hässliche Weihnachtspullis sind seit einigen Jahren das wichtigste Kleidungsstück an Heiligabend. Der Trend kommt zwar eigentlich aus dem englischsprachigen Raum, in Deutschland gibt es nun aber auch den ein oder anderen berühmten Weihnachtspulliträger.

Im vergangenen Jahr gab es hierzulande einen Schub, als Mesut Özil in seiner Funktion als Arsenal-Spieler Werbung für den jedes Jahr neu aufgelegten Weihnachtspulli seines Vereins machte:

Angefangen hat alles in England.

Dort haben die "Christmas Jumpers" eine lange Tradition. Viel rot und grün, Schneemänner-, Elfen- und Rentier-Pullis gehören hier zu einem guten Outfit. Alles irgendwie ironisch, versteht sich. Immerhin ist eine der wichtigsten Regeln beim Anziehen "Red and Green should never be seen".

Vorgemacht haben es Fernsehmoderatoren in den Achtzigerjahren, die in ihren Weihnachts-Sondersendungen die selbst gestrickten Ungetüme trugen (The Independent). Auch in den USA kam der Trend an – nach den hässlichen Kostümen von Bill Cosby als "Cliff Huxtable" und Chevy Chase als "Clark Griswold" kein Wunder.

Danach verschwand der Pullover-Style für einige Zeit. Erst Anfang der 2000er machte Colin Firth alias "Mr. Darcy" in der romantischen Komödie "Bridget Jones" die peinlichen Sweater auch außerhalb von Großbritannien wieder berühmt. (Times)

(Bild: Bridget Jones / Working Title Films)

Schon seit 2010 sind die "Jumpers" in den USA ein für die Modeindustrie wichtiger Verkaufsmarkt. Die Google-Suchanfragen nach "Ugly Christmas Sweater" schossen in dem Jahr plötzlich um 30 Prozent in die Höhe, Modeketten wie Abercrombie&Fitch brachten eigene Exemplare auf den Markt. In Onlineshops entstand vor allem der Trend, Standard-Sweater mit Popkultur-Motiven zu bedrucken. (Wall Street Journal)

Einen großen Beitrag dazu leistete die Hipster-Kultur, die eigentlich als peinlich oder hässlich angesehene Kleidungsstücke aus der Vergangenheit mit einem ironischen Take zurückbrachte.

Das sind die hässlichsten und tollsten Pullis zu Weihnachten! (zum Durchklicken)
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Wie kommt man jetzt noch an den perfekten Pulli?

Die größte Auswahl bieten amerikanische Online-Shops, bei denen die Lieferzeit (vor allem durch das Nadelöhr namens "Zoll") bei ein bis zwei Monaten liegen kann. Wer sich fürs nächste Jahr bereits eindecken möchte, kann also bei Shops wie Tipsyelves, Teefury oder uglychristmassweater.com bestellen.

In Deutschland ist das Angebot an innovativen Motiven leider etwas kleiner. Online findet man aber trotzdem bei ASOS, EMP und Amazon witzige Exemplare. (Bei Amazon auf die Lieferzeiten achten, oft werden die Textilien trotz "Prime-Label" aus dem Ausland verschickt!)

Der Nachteil bei allen größeren Shops ist, dass man zwar witzige Motive bekommt, aber diese nur auf billige Sweater aus der Massenproduktion gedruckt werden. Wer einen wirklich guten Retro-Pulli aus Strick sucht, findet diesen am ehesten auf eBay, im Second-Hand-Laden oder bei etsy.

Und wer zwar Fußball mag, aber kein Arsenal-Fan ist, findet seinen Weihnachtspulli auch in den Shops der Vereine:

  1. FC Bayern
  2. HSV
  3. VfB Stuttgart
  4. FC Nürnberg
  5. 1. FC Köln
  6. FC Schalke 04

Den mit Abstand hässlichsten Pulli hat 2017 übrigens Borussia Dortmund im Angebot:

(Bild: shop.bvb.de )

Gerechtigkeit

Nie waren so viele Dunkelhäutige auf den Titelseiten wie 2016
Aber: Da geht noch mehr!

Die Titelseiten großer internationaler Lifestyle-Magazine waren nie so divers wie in diesem Jahr: Noch nie waren so viele dunkelhäutige Frauen auf dem Cover – nie waren mehr Frauen mit Übergröße auf der Frontseite abgedruckt, das berichtet das amerikanische Online-Magazin "The Fashion Spot".

Das Magazin hat schon in den vergangenen Jahren Cover analysiert. Für dieses Jahr kam heraus:

  • Von den insgesamt 679 analysierten Titelseiten
  • aus 48 Magazinen verschiedener Länder
  • waren auf 197 Titelseiten dunkelhäutige Frauen zu sehen.
  • Auf den verbleibenden 482 Covern war das Foto einer weißen Frau abgedruckt.