Style-Inspiration von der Bloggerin Christl Clear.

Wien ist Kaiserschmarrn, Sissi und die lebenswerteste Stadt der Welt. Nun schon zum neunten Mal in Folge landete Österreichs Hauptstadt in diesem Jahr im Ranking der Beratungsgesellschaft Mercer auf Platz 1. Für ihre Studie untersuchten sie weltweit 231 Großstädte. In Wien trifft wunderschöne Architektur auf mehr als 100 Kunstmuseen – und auf Dutzende Second-Hand-Läden.

Christl Clear ist in Wien zu Hause. Von dort aus bloggt sie über Rassismus, wie es sich für sie anfühlt, mit Mitte 30 Clubs zu besuchen oder Shorts zu tragen, auch wenn sie keine schlanken Beine hat. Auf Instagram ist sie natürlich auch.  

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Wir haben Christl Clear gefragt, was man in Wien gerade trägt und wie man es schafft, seinen eigenen Stil zu finden.

Dein Stil in drei Worten?

Classy, sassy und anders.

Was daran ist typisch für Wien?

Das Anderssein.

Wäre Wien ein Mensch, wie würde es sich kleiden?

Wien wäre stilvoll, aber nicht zu auffällig gekleidet. Jedes Outfit hätte ein Keypiece, das ein dezenter Eyecatcher wäre.

Und was würde es zu einer Party tragen?

Ein Kleid, das auf den ersten Blick vielleicht gar nicht so spektakulär scheint, aber dann einen unpackbar sexy Rückenausschnitt hat. Und natürlich astronomisch hohe Schuhe, aber mit Blockabsätzen.

Dein liebstes Kleidungsstück, das du dir in Wien gekauft hast?

Ich habe mir vor ein paar Wochen eine Vintage-Bluse gekauft, die ich am liebsten nonstop tragen würde. Sie ist von Versace inspiriert, wenn ihr versteht, was ich meine. Und sie hat Schulterpolster. Ich vermute, dass ist der Grund, wieso ich sie so liebe. Also die Schulterpolster. Und dass sie mich an meine Kindheit und den Stil meiner Mama in den Achtzigern erinnert.

Welche drei Kleidungsstücke braucht man in Wien unbedingt?

Ein stylisches und vor allem bequemes Paar Sneakers. Wien ist so schön, dass man viel zu Fuß gehen sollte. Und eine Kopfbedeckung, denn im Herbst kann’s ganz schön windig werden. Was genau, ist egal. Last but not least eine Sonnenbrille. In Wien kennt man sich am besten vom Wegschauen – und das kann man hinter einer Sonnenbrille am besten. Das ist übrigens nicht einfach ein Spruch, sondern die wohl unsympathischste Angewohnheit der Wiener. Auf der anderen Seite aber auch schon wieder lustig, weil es einfach dazugehört und man irgendwie lernt, es nicht persönlich zu nehmen.

Welches Kleidungsstück ist in Wien gerade angesagt, in der Modewelt aber noch längst nicht angekommen? 

Cowboy-Boots, Micro-Brillen und jede Designer-Tasche, die nicht von Michael Kors oder Louis Vuitton ist.

In Jogginghose, ohne Make-up, mit fettigen Haaren auf die Straßen von Wien. Wie findest du den Gedanken?

Ganz normal. Manchmal will man einfach drauf scheißen, um das auf gut Wienerisch zu sagen. Dann sollte man das auch machen, in Wien und sonst wo. 

Was rätst du anderen, die ihren eigenen Stil noch suchen?

Es ist okay, sich von anderen inspirieren zu lassen, um seinen eigenen Stil zu finden. Hauptsache, man versucht nicht, jemand anders zu sein oder so auszusehen. Das sind dann die Outfits, für die man sich ein paar Jahre später ein bisschen schämt.

Mehr Inspiration gefällig? Dann kommen hier noch ein paar Vorschläge für einen original wienerischen Style à la Christl Clear.

Boots:

1/12

Bequeme Schuhe:

Das hier hält den Kopf warm:

Eine Mütze brauchen Touristen in Wien unbedingt, meint Christl Clear. Wir empfehlen dieses gestreifte Model von Levis (25 Euro). Oder die schlicht grüne Mütze von Hilfiger (27 Euro). 

Und zum Schluss: noch zwei bequeme Hosen

Denn, um Christl Clear zu zitieren: "Manchmal will man einfach drauf scheißen, um das auf gut Wienerisch zu sagen." 

Wir empfehlen wir diese "RustPink / Sail"-farbene Jogginghose von Nike (rund 50 Euro). Oder aber dieses graumelierte Model von Fila (60 Euro)


Haha

Diese Familie verschickt realistische Weihnachtskarten – und begeistert die Verwandtschaft

Unperfekte Weihnachtskarten zu verschicken, ist in den letzten Jahren ja "so ein Ding" geworden. Da gibt es zum Beispiel John Cessna, der jedes Jahr zu Weihnachten eine furchtbare Karte von sich bastelt, um sie seiner Mutter zu schicken. 

Eine US-amerikanische Familie hat vor einigen Jahren eine ganz ähnliche Idee gehabt und verschickt seitdem realistische Familien-Weihnachtskarten. 

"Als wir zum ersten Mal versucht haben, ein 'traditionelles' Weihnachtskarten-Foto zu machen, sind wir gescheitert," sagt Familienvater Jonathan Stanley zu Bored Panda. Seine Frau und er hatten zu diesem Zeitpunkt einen einjährigen Sohn und eigentlich ging bei dem Fotoshooting so ziemlich alles schief, was schief gehen konnte. 

Wind, Licht, Gesichtsausdrücke – nichts davon habe so richtig nach vorweihnachtlicher Besinnung ausgesehen. Anstatt die Fotos frustriert wegzuwerfen, entschieden sie sich jedoch für einen anderen Weg. Da die zwei selbst so sehr über die Fotos lachen mussten, verschickten sie die Fotos einfach trotzdem an die Verwandten. 

Nunja, und wie Eltern, Onkel, Tanten und Großeltern eben so sind: Sie freuten sich. Denn eigentlich kommt es bei einer Weihnachtskarte doch auch weniger darauf an, wie perfekt das Foto aussieht. Und witzige, natürliche Fotos waren schon immer besser als perfekt gephotoshoppte. 

Für die Stanleys war ab diesem Zeitpunkt allerdings eine neue Tradition geboren. Denn von jetzt an nahmen sie sich jedes Jahr vor, eine unperfekte, realistische Weihnachtskarte zu verschicken. Mittlerweile haben Jonathan und seine Frau drei Kinder, zwei Söhne und eine Tochter. 

Schnappschüsse sind die perfekt-unperfekten Fotos zwar nicht – lustig aber trotzdem. Denn sie zeigen den ganz normalen Alltagswahnsinn einer Familie. Der eben auch zu den Festtagen nicht aufhört, sondern eher noch viel schlimmer wird.  

Hier kannst du dir die Fotos der letzten Jahre anschauen: