Auf den ersten Blick irritiert es, es lässt sich kaum wegschauen. Dann die Einsicht: Ja, da trägt jemand tatsächlich einen einzigen riesigen Ohrring – auf nur einer Seite. Wenn es nach den großen Designern geht, dann trägt man das jetzt so. Oder man kombiniert zwei völlig verschiedene Ohrringe miteinander. 

Das ist schön und schafft Aufmerksamkeit, fand Christian Dior schon 2013. Auf den Laufstegen des Labels sah man damals erstmalig Models, die nur auf einer Ohrseite Schmuck trugen. Louis Vuitton brachte ein Jahr später den Mono-Ohrring "Essential V" heraus. 

Andere extrem teure Luxus-Designmarken wie Fendi, Céline oder Vionnet, warfen daraufhin ebenfalls Single-Ohrringe oder asymmetrische Doppel auf den Markt.

Jetzt ist der Look auch bei den Leuten angekommen, die sich diese großen Marken nicht leisten können – oder wollen:
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Die Träger dieser Ohrringe, meistens Frauen, scheinen sagen zu wollen: Schaut mir verdammt noch einmal ins Gesicht, denn daran hängt etwas ganz Besonderes, das dort offensichtlich nicht hingehört. Jetzt kann es dir nicht mehr passieren, mich zu übersehen – jetzt musst du schon zweimal hinsehen, um dich zu orientieren.

Wer das Bedürfnis hat, seine Mitmenschen durcheinanderzubringen, der dürfte den Statement-Ohrring feiern. Denn anders als eine auffällige Handtasche, knallbunte Schuhe oder ein glitzernder Gürtel befindet sich der Ohrring auf Höhe des Mundes, der Nase, je nach Machart vielleicht sogar der Augen.

Hunderte Bilder auf Instagram zeigen: Der Statement-Ohrring kommt in Form einer Weihnachtsbaumkugel oder eines Geodreiecks daher. Anstelle der Creole hängt da ein untertassengroßer Reifen, anstelle eines Blumensteckers ein ganzer Strauß aus Stoffresten, Fäden, Lederteilen.

Das Gehänge ist bisweilen so schwer, dass gestochene Ohrlöcher sich entzünden oder ausleiern können. Eine Instagram-Nutzerin empfiehlt deswegen: Die Schmuckteile nur ein paar Stunden pro Tag tragen.


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Alle gegen Trump: Beim G7-Gipfel gab es zum Abschluss einen diplomatischen Mittelfinger

Donald Trump ist gerade auf seiner ersten Auslandsreise – zuerst nach Saudi-Arabien, dann kurz nach Israel, den Vatikan und weiter nach Brüssel. Nun ist das italienische Taormina seine letzte Station. Dort kommt der US-Präsident mit den Staats- und Regierungschef sechs weiterer westlicher Industrienationen zum G7-Gipfel zusammen.

Solche Treffen der großen Staaten sind eigentlich als nette Fototermine gedacht, aber nun – Trump ist zum ersten Mal dabei – hakt es. Besonders bei der Einigung auf gemeinsame Ziele im Klimaschutz und beim Freihandel streiten sich die Länder mit den USA. 

In Sachen Klimawandel ist G7 ist in Wahrheit eher G6 gegen Trump.