"Make America Great Again" – das ist der Wahlkampfslogan von Donald Trump. Und selten hat ein Slogan für mehr Diskussionen gesorgt. Trumps Wahlkampfbestrebungen schmecken nach Nationalismus und vermitteln den Eindruck, als ob Amerika kurz vor dem wirtschaftlichen und politischen Ruin stünde. Muslime raus, China angreifen, Grenzen nach Mexiko dichtmachen. Der Populist hat das "Wir gegen Die" zu seinem politischen Motto erhoben.

Auch die Ehe-Öffnung für homosexuelle Paare will Trump am liebsten wieder rückgängig machen. Im konservativen Sender "Fox News" sagte der New Yorker auf eine Frage zur Ehe für alle: "Wenn ich gewählt werde, würde ich mich immens dafür einsetzen, Richter ins Amt zu heben, die womöglich Dinge verändern können." (queer.de)

American Apparel hat jetzt eine Antwort auf Trumps gefährliche Parolen gefunden. Die Designer haben sich Trumps Slogan zu eigen gemacht und ein klitzekleines Detail am Wording verändert. "Make America Gay Again" prangt jetzt auf Tank Tops, Kappen und Jute-Beuteln.

„A collection of styles that stand for acceptance – no matter who you are, where you’re from or who you love.“
American Apparel

30 Prozent der Einnahmen gehen an den Equality Act, der sich dem fortwährenden Kampf gegen Diskriminierung von LGBTQ-Individuen verschrieben hat. Begleitet wird der Produktstart von In-Store-Events in Hollywood und New York City.

Ein erster Blick in die Kollektion
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Auf der Website des Unternehmens sprechen unterschiedliche Personen über ihre Interpretation des neuen Slogans. So auch Angel, die sich eine offenere Diskussion über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität wünscht.

In Deutschland gibt es aktuell sechs Filialen. Das hat auch damit zu tun, dass American Apparel seine besten Zeiten wohl hinter sich hat. Die Zahl der Filialen, zeitweise waren es mehr als 200 weltweit, wurde reduziert.

Die Verkäufe gehen seit Jahren zurück, seit Oktober 2015 läuft ein hartes Sparprogramm. Kosten in Höhe von 30 Millionen Dollar sollen gespart werden, weitere Filialen schließen. Die Belegschaft von bisher 10.000 Mitarbeitern schrumpft (bento).

2016 wagte die Firma einen Neustart. "Made in the USA" soll im Mittelpunkt stehen – und nicht die Schlagzeilen rund um den ehemaligen Firmenchef Dov Charney, der 2014 nach mehreren Klagen wegen sexueller Nötigung und einer Serie von Verlustquartalen entlassen wurde.

Die neue Chefin Paula Schneider möchte an den anfänglichen Erfolg von American Apparel anknüpfen. Trotz des engagierten Vorhabens: Die Zeiten, in denen "Hipster" eine Randerscheinung waren, sind lange vorbei. Die schnörkellosen Schnitte, die die Marke einst auszeichneten, werden von allen bekannten Bekleidungsketten kopiert.

Die ersten User-Fotos (#makeamericagayagain) gibt es bereits auf Instagram


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Das verrät der neue BKA-Bericht über die Kriminalität von Flüchtlingen

Im vergangenen Sommer kamen deutlich mehr Flüchtlinge nach Deutschland als zuvor. Schnell wurde diskutiert, ob und wie gut die Hilfesuchenden integrierbar sind und ob und wie sehr wohl die Kriminalität ansteigen werde. Im Netz überschlugen sich bald die (Falsch-)Meldungen von Übergriffen und Raubzügen.

Nun hat das Bundeskriminalamt (BKA) erstmals deutschlandweite Zahlen zur "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" vorgelegt. Die wenig überraschende Kernaussage: Flüchtlinge sind genauso wenig kriminell wie Deutsche (Hier die Studie als PDF). Untersucht wurden alle Straftaten von Zuwanderern zwischen Januar und März diesen Jahres, insgesamt rund 69.000 Straftaten.