Es passiert wieder. Karneval kommt: Verkleidenundausrastenzeit. Start ist an Weiberfastnacht am 28. Februar, gefeiert wird bis Aschermittwoch am 6. März. Für die einen ist das ein Anlass, Urlaub zu nehmen und sich möglichst tief hinein ins Rheinland vorzuarbeiten. Die anderen machen um genau diesen Teil Deutschlands einen großen Bogen.

Und du? Schon in Feierlaune?

Wenn ja, dann verrät dir unser von führenden Verhaltensforschern ignoriertes Quiz, welches Kostüm du in diesem Jahr an Karneval wirklich tragen solltest. 

Und wenn nein, dann erst recht.

Dein erstes Festival war das Summerjam? Du findest alle Bierportionen eklig, die größer als 0,2 Liter sind? Dein Motto in Konfliktsituationen ist: Jede Jeck ist anders? Glückwunsch, dann kommst du höchstwahrscheinlich aus dem Rheinland und das alles kennst du auch:


Gerechtigkeit

Andrea Nahles fordert gesetzliche Frauenquote für den Bundestag
"Die Hälfte der Welt gehört den Frauen!"

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles fordert eine gesetzliche Frauenquote für den Bundestag. Wie Nahles RP Online erklärte, müsse es 100 Jahre nachdem die erste Frau im deutschen Parlament eine Rede gehalten hat, eine gesetzliche Teilhabe von Frauen im Bundestag geben.

Wie stellt sich Andrea Nahles das vor?

Die SPD-Chefin will mit einer partiübergreifenden Initiative dafür sorgen, dass 50 Prozent aller Sitze im Bundestag von Frauen besetzt werden. Diese Initiative müsste dann zunächst das Wahlrecht ändern, bevor es zu einer gesetzlichen Frauenquote kommen kann. 

1919 habe die erste Frau vor der Weimarer Nationalversammlung gesprochen. 100 Jahre danach stünde die Frauenquote im Bundestag aber immer noch bei nur 31 Prozent so Nahles. "Das ist ein Unding", so die SPD-Chefin weiter. Für die SPD stehe fest: "Unser Ziel ist die Parität. Denn die Hälfte der Welt gehört den Frauen – und damit auch die Hälfte der Parlamentssitze."

Auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hatte bereits im vorherigen Jahr erklärt, dass im Zusammenhang mit der Wahlrechtsreform die Frage der Repräsentation der Frauen entsprechend ihres Anteils an der Bevölkerung zum Thema gemacht werden müsse.

Ist eine Frauenquote im Bundestag machbar?

Durchaus. Am vergangenen Donnerstag sind Vertreter aller Bundestagsfraktionen, außer der AfD, zu einem ersten informellen Treffen zusammengekommen, um zu diskutieren, wie eine Initiative zur Änderung des Wahlrechts aussehen könnte.

Bei diesem Thema ist das Bundesland Brandenburg derzeit Vorreiter. Dort wurde bereits ein Gesetz beschlossen, nach dem Parteien zur nächsten Landtagswahl gleich viele Frauen und Männer als Kandidaten für die Landesliste nominieren müssen. Der Landtag bewilligte dieses Gesetz mit Zustimmung von SPD, Linken und Grünen. Dagegen stimmten die AfD und die CDU, mit der Begründung, es handele sich hierbei um einen "verfassungswidrigen Eingriff." Ausgenommen von dem Gesetz bleiben weiterhin die Direktkandidaten der jeweiligen Wahlkreise.