Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hat er die Mode in Europa geprägt, er provozierte mit seinen Sprüchen und begeisterte mit seinen Kollektionen: 

Am Dienstag ist der Modeschöpfer Karl Lagerfeld gestorben.

Der Hamburger war fast vier Jahrzehnte Kreativdirektor von Chanel, darüber hinaus designte er für Fendi. Vor allem aber inspirierten seine Kreationen die Modewelt, gaben den Takt für das, was wir heute tragen. Karl Lagerfeld wurde 85 Jahre alt.

Wie denkt die nachfolgende Design-Generationen über ihn? Wie bleibt Karl Lagerfeld für junge Mode-Studierende in Erinnerung?

Wir haben sechs Studentinnen und Studenten der AMD-Akademie für Mode & Design gefragt, wie sie sich an Karl Lagerfeld erinnern – und was sie von ihm mit auf den Weg nehmen:

Carmen Jenny

"Der Tod von Karl Lagerfeld ist nicht nur ein Verlust für die Modewelt. Er hat mehrere Generationen mit seinen zeitlosen und doch modernen Designs geprägt, inspiriert und an ihre kreativen Grenzen gebracht. Er wird es auch weiterhin tun. Denn: Wahrer Stil ist für die Ewigkeit."

Mario Mirschberger  

"Es ist schwer Worte für jemanden zu finden, der so über allem stand wie Karl Lagerfeld. Er ist Mode! Ich konnte mir diese Branche ohne ihn schlichtweg nicht vorstellen, Mode ohne Lagerfeld. Dabei waren es gar nicht mal seine Kollektionen, die mich nachhaltig beeindruckt haben, sondern seine Haltung gegenüber der Mode. 

Er arbeitete mit einer humorvollen Ernsthaftigkeit.
Mario Mirschberger

Er lies sich im richtigen Zeitpunkt von den richtigen Musen inspirieren, von Claudia Schiffer, Beth Ditto oder Willow Smith. Er hat so viel geschaffen, so viel hinterlassen, dass es unmöglich ist Karl Lagerfeld jemals zu vergessen!"

Kim Konjer

"Für mich war Karl Lagerfeld nicht nur eine Ikone, sondern ein wahres Genie. Nicht nur Designer, sondern Künstler. Jemand, der sich seiner Person selbst nicht zu wichtig war, sondern für seine Arbeit lebte und damit seine Umwelt inspirierte. 

Besonders stolz bin ich, dass Karl aus Hamburg kam. Dadurch habe ich mich immer sehr verbunden zu ihm gefühlt. 

Er hatte den typisch nordischen Humor.
Kim Konjer

Einmal hatte ich die Ehre, Karl Lagerfeld bei seiner "Métiers d'Art"-Show in der Elbphilharmonie in Hamburg zu sehen. So wie er im Raum stand, wirkte er auf mich, als wäre er nicht von dieser Welt. 

Ich bin mir sicher, dass seine Kreationen auch ohne sein Dasein nicht an Bedeutung verlieren, denn wir alle sind uns der Magie seines Tuns bewusst. Trotzdem stellt sein Tod den wohl größten Verlust für die gesamte Modebranche dar. Einen Designer mit solch einer Wichtigkeit wird es nicht wiedergeben – er hat es geschafft in einer so schnelllebigen Welt, immer zeitlos und aktuell zu sein."

Thomas Lischka

"Beim Thema Jogginghose haben wir zwar eine Zeit gebraucht, bis wir die gleiche Sprache gesprochen haben. Aber: Er war und ist ein Visionär und ich bewundere sein Lebenswerk sehr."

Was er in seinen 85 Jahren geschaffen hat, schaffen die meisten Menschen in zehn Leben nicht.
Thomas Lischka

Sophia Bilz

"Vor einer Woche noch fragte ich eine Freundin, 'Was tun wir eigentlich, wenn Karl Lagerfeld stirbt?' Seitdem ich denken kann, steht Lagerfeld für mich für grenzenlose Kreativität, Innovation und Schönheit: ein Laubwald im Herbst, endlose Sommerstrände oder ein zwölf Meter hoher goldener Löwe im Grand Palais. 

Jede Saison fragte ich mich, was er sich jetzt wieder für uns ausgedacht hatte. Fashionshows und Inszenierungen, die uns für einen Augenblick aus der Realität abholten, in Staunen versetzen und glückselig zurückließen. Sein Tod bedeutet für mich das Ende einer großen Ära."  

Alicia Martens

"Als Kind war ich nur an Karl Lagerfelds Birma-Katze Choupette interessiert. Meine Neugier für seine Arbeit bei Chanel, Fendi und Co. entwickelte sich erst viel später. 

Je älter ich wurde, desto mehr beschäftigte ich mich mit seiner Karriere: Über 60 Jahre lang hat 'Kaiser Karl' die High-Fashion-Branche revolutioniert und nebenbei ein gleichnamiges Label gegründet. 

Es ist bewundernswert, wie ein Mensch so lange erfolgreich seiner Leidenschaft nachgehen und trotzdem immer wieder an sich zweifeln kann.
Alicia Martens

Ersetzen kann seine Arbeit keiner. Doch das würde Karl Lagerfeld wohl auch nicht wollen. Er fände es sicher besser, wenn man mit seinen Ideen weiterarbeitet, so wie er es mit Coco Chanels Entwürfen getan hat."


Streaming

So müssten die "Game of Thrones"-Darsteller eigentlich aussehen – wenn es nach den Büchern ginge

Bald kehren Jon Snow, Daenerys und Brienne von Tarth zurück – dann läuft endlich die achte und finale Staffel "Game of Thrones" an. 

Und natürlich wissen wir ganz genau, wie die Schurken und Helden von Westeros aussehen – seit Jahren begleiten uns schließlich die Darsteller. Jaime Lannister ist ein brünetter Prince Charming, ganz so wie sein Darsteller Nikolaj Coster-Waldau. Und Ramsay Bolton sieht so markant aus wie Schauspieler Iwan Rheon.

Schaut man in die Bücher von George R. R. Martin müssten viele Charaktere aber anders aussehen: Mal hässlicher, mal hübscher, mal sehr viel grotesker.

Wir haben die Darsteller von "Game of Thrones" so gephotoshopt, wie sie laut Buchvorlage aussehen müssten – das ist dabei herausgekommen.

Wische immer das Bild nach rechts, um die Veränderung zu sehen.

1 Gregor "Der Berg" Clegane

Der Ritter gilt als der größte Mann in Westeros, so groß wie ein Riese oder ein Ochse heißt es in "Das Erbe von Winterfell". Lange Haare fallen ihm ins Gesicht.