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Seine Kleiderwahl wird kritisiert.

Justin Trudeau hat als Staatschef von Kanada viele wichtige Aufgaben. Er muss es schaffen, dass es den Menschen im eigenen Land gut geht, er muss auf komplexe Probleme politische Antworten finden und er muss mit den Regierungen anderer Länder kooperieren.

Doch sehr oft bekommt Trudeau mehr Aufmerksamkeit für nette Äußerlichkeiten als für seine Politik. Zum Beispiel, wenn er witzige Socken trägt (bento) oder Yoga macht (bento).

So war es nun auch bei seinem Besuch in Indien. Doch dieses Mal wird der Premierminister nicht für seinen Stil gefeiert – sondern kritisiert.

Trudeau war gerade mit seiner Familie eine Woche lang in Indien. Eigentlich zum Staatsbesuch. Doch die Programmpunkte klangen eher nach Touri-Trip als nach Geschäftsreise.

Kein Wunder, dass dabei viele schöne Sightseeing-Fotos entstanden. So wie dieses vor dem Taj Mahal:

Aber okay, nichts gegen ein bisschen Kulturprogramm. Was allerdings wirklich für Aufsehen sorgte, war der Versuch der Familie, sich mit traditioneller indischer Kleidung anzupassen. 

Wie hier, vor dem Goldenen Tempel:

(Bild: Prabhjot Gill/AP/dpa)

Oder hier beim Brotbacken:

(Bild: Prabhjot Gill/AP/dpa)

Oder diese Tanzeinlage:

In den sozialen Medien witzeln die Menschen jetzt über den "Fake-Inder" Trudeau. 

Manche finden die Outfits sogar gar nicht lustig. Sie sind der Meinung sind, eine solche Aufmachung würde das Klischee unterstützen, dass alle Inder herumlaufen, wie in den Bollywoodfilmen.

Der Politiker Omar Abdullah schrieb auf Twitter: "Zu ihrer Information, wir Inder kleiden uns nicht täglich so, nicht einmal in Bollywood."

Apropos Bollywood: Auch zu diesem Thema gab es Kritik gegen Trudeau. 

Denn der größte Programmpunkt während der Reise des kanadischen Premiers war ein Treffen mit Filmstar Shah Rukh Khan:

Doch letztendlich gehört eben auch die Aufrechterhaltung von kulturellen Beziehungen zur Aufgabe eines Politikers. 

Viele Menschen nehmen daher Trudeaus Versuch, sich den indischen Traditionen anzunähern, in Schutz. Wie diese indische Journalistin, die sich die Aufregung um die Kleidung andersherum nicht vorstellen kann.

Deshalb genug mit der Stilkritik. 

Trudeau stattete am Freitag natürlich auch noch Premierminister Narendra Modi einen offiziellen Besuch ab. Und bei diesem Treffen ging es nicht um Trudeaus Kleidung, sondern um Handel, Sicherheit, Klimawandel und die Zusammenarbeit bei der zivilen Nutzung von Kernenergie.

Unser Autor hat genug vom Hype um den Premier:


Fühlen

Als wäre es nicht schlimm genug: Jetzt soll man auch noch Ringe in Avocados stecken

Wie so oft gibt es auch in Sachen Heiratsanträge verschiedene Typen – mit verschiedenen Vorlieben. Der "Klassische" lädt zum romantischen Dinner, kniet nieder und öffnet die kleine Schmuckschatulle. Dann gibt es den "Abgefahrenen", der zum Beispiel bei einem Bungee-Jump ein Plakat mit "Willst du mich heiraten" vor sich hält. 

Und es gibt den hippen "Trendsetter". Der liegt irgendwo dazwischen: was Neues ausprobieren, aber nicht zu verrückt sein. Höchstens ein bisschen witzig darf es sein.

Solltest du zur letzten Gruppe gehören, haben wir hier eine Idee für dich:

den Avocado-Antrag!