Denim, der Stoff, aus dem Jeans gemacht werden, ist eines der umweltschädlichsten Materialien in der Modeindustrie. Es besteht hauptsächlich aus Baumwolle. Um ein Kilogramm davon zu erzeugen, werden etwa 10.000 Liter Wasser benötigt. Der größte Teil beim Anbau der Baumwolle. Zum Vergleich: Ein T-Shirt aus Baumwolle schluckt in der Herstellung etwa 2000 Liter. Schon das sind mehr als zehn volle Badewannen.

Für die Färbung der Baumwolle mit dem Farbstoff Indigo braucht es außerdem jede Menge Chemikalien und Schwermetalle, die nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Menschen, die die Blue Jeans herstellen, schädlich sind.

Noch dazu kommen Pestizide und Gentechnik auf den Baumwollfeldern, um möglichst schnell möglichst viel ernten zu können, und schlechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung in den Fabriken.

Was jetzt? Nie wieder Jeans? Keine Sorge: Wir stellen 14 Jeans-Teile vor, die nachhaltig produziert wurden.

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1. Das niederländische Label Kings of Indigo setzt bei seinen Denim-Stoffen auf die Verwendung von Bio-Baumwolle, was bedeutet: keine synthetischen Pestizide und nur natürlicher Dünger. Außerdem wird bis zu 50 Prozent weniger Wasser verbraucht als bei der herkömmlichen Produktion. Bei dieser 🛒schwarzen Jeans von Kings of Indigo sind Label-Patch, Knopf und Reißverschluss außerdem aus recycelten Materialien gemacht.

2. Jeansjacke geht immer. Dieses 🛒Unisex-Modell von Kings of Indigo ist ebenfalls aus Bio-Baumwolle gemacht.

3. Seit 2009 bezieht s.Oliver nachhaltige Baumwolle aus Afrika: Im Rahmen der Initiative Cotton made in Africa wird so Hilfe zur Selbsthilfe für afrikanische Kleinbauern geleistet. Gentechnik und künstliche Bewässerung sind beim Anbau untersagt. Aus der besagten Baumwolle ist zum Beispiel diese lässige 🛒Bootcut-Jeans für Damen entstanden.

4. Diese 🛒Herren-Jeans von Cheap Monday ist mit dem Organic Content Standard 100 zertifiziert. Der belegt, dass das Kleidungsstück zu 95 bis 100 Prozent aus Bio-Material gefertigt wurde. 

5. Und auch dieser 🛒Jeansrock von Mango ist aus Bio-Baumwolle. 

6. Das schwedische Denim-Label Nudie Jeans setzt auf eine transparente Produktionskette, faire Arbeitsbedingungen – und Langlebigkeit. Im Laden abgegebene, aussortierte Jeans werden als Second-Hand-Kleidung verkauft oder recycelt, auch einen kostenlosen Reparatur-Service bietet die Marke an. Dieses 🛒Herren-Hemd von Nudie Jeans ist zwar kein Schnäppchen, aber bestimmt sein Geld wert.

7. Fair gehandelte Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, chlorfrei gewaschen, ein veganes Label-Patch aus Papier statt Leder und obendrein passt diese 🛒Damen-Jeans von der Kölner Marke Armedangels auch noch zu allem.

8. Bei der Herstellung dieser 🛒blauen Herren-Jeans von s.Oliver wurde ebenfalls die Initiative Cotton made in Africa unterstützt. 

9. Der bereits erwähnte Organic Content Standard 100 gilt auch für diese 🛒schwarze Latzhose von Cheap Monday.

10. Bio-Baumwolle und ein ganz spezielles Polyester ergeben diese strapazierfähige 🛒Jeans von Patagonia, die nach einem Verfahren gefärbt wurde, das Wasser und Treibhausgase spart.

11. Mode geht auch anders, beweist Armedangels. Dieser 🛒Jeansrock wurde fair in Tunesien hergestellt und ist mit dem Global Organic Textil Standard, einem der wichtigsten Siegel für Denim-Stoffe, zertifiziert.

12. Das Gleiche gilt auch für diese 🛒Herren-Jeansjacke von Armedangels.

13. Die bayerische Marke Living Crafts setzt auf faire Arbeitsbedingungen, verzichtet beim Anbau der verwendeten Rohstoffe auf Pestizide und Chemikalien und färbt nur mit giftfreien Mitteln. Diese 🛒dunkle Herren-Jeans von Living Crafts ist noch dazu vegan.

14. Und dieses helle Herren-Modell von 🛒Nudie Jeans mit schmaler Passform ist zu 98 Prozent aus Bio-Baumwolle und zu zwei Prozent aus Elasthan. Gefertigt wurde sie in Italien. 


Gerechtigkeit

Die neuen Trikots des Chemnitzer FC zeigen, dass der Klub immer noch ein Nazi-Problem hat
Wer gegen Rechts ist, muss das auch sagen.

Wenn es um politische Auseinandersetzungen geht, spielt der Chemnitzer FC schon heute in der ersten Bundesliga. Wie kaum ein anderer Verein sorgte der sächsische Viertligist mit seinen Fans in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen.

Im März hagelte es bundesweit Kritik, weil tausende Fans, aber auch Spieler, im Chemnitzer Stadion um den verstorbenen Neonazi Thomas Haller trauerten, der dem CFC jahrelang nahestand. Seitdem ist der Klub für viele zum Sinnbild für den verfehlten Umgang mit rechten Hooligans im Fußball geworden. Jetzt will er aus der Defensive kommen.

Nach dem Sieg im Sachsenpokal-Halbfinale am Mittwoch träumen die Fans vom Aufstieg. Das Image des ostdeutschen Nazi-Klubs würden viele gleich ebenfalls gerne hinter sich lassen.

Dabei helfen sollen Trikots mit neuem Aufdruck. Sie sollen zeigen, dass der Chemnitzer FC künftig "mit klarer Botschaft" auf den Platz tritt, schreibt der Verein in der Pressemitteilung. 

In dieser Woche wurden sie in Chemnitz vorgestellt.