Bild: dpa/Michael Sohn

Donald Trumps Präsidentschaft macht sich auch in Praxen plastischer Chirurgen bemerkbar: Kundinnen wünschen sich vermehrt, so wie Trumps Tochter Ivanka auszusehen.

Angelina Jolies Lippen, Kim Kardashians Hintern, Scarlett Johanssons Nase: Körperpartien prominenter Frauen sind für die Wünsche mancher Kundinnen beim Schönheitschirurgen prägend. In den USA haben nun mehrere Ärzte berichtet, dass Patientinnen ein neues Promi-Vorbild haben: Ivanka Trump, Tochter des US-Präsidenten.

"In meiner Praxis ist Ivanka die neue Stilikone für Schönheitsoperationen", zitiert die Zeitung "USA Today" den plastischen Chirurgen Franklin Rose aus Houston. Er habe bereits größere Arbeiten für eine Reihe von Frauen ausgeführt, die der Präsidententochter ähnlicher werden wollten. "Zumindest in Texas ist diese Ivanka-Sache weit verbreitet."

"In meiner Praxis ist Ivanka die neue Stilikone für Schönheitsoperationen"

Dafür zahlen Frauen auch mal 60.000 Dollar. Die Zeitschrift "People" berichtet über eine 33-Jährige, die sich unter anderem an Brüsten, Wangen, Nase und Augen operieren ließ. Ivanka Trump sei einfach wunderschön, habe Klasse, sei elegant - und obendrein Mutter.

Eine andere Patientin ließ sich über ihre Ivankasierung interviewen - und bekam dafür die Operationen günstiger: für 30.000 Dollar. 

Jenny Stewarts Hintern wurde geliftet und sie bekam Injektionen im Gesicht.

"Ich habe mich sehr für die Wahl interessiert", sagte Stewart. Damals sei ihr aufgefallen, wie hübsch Ivanka Trump sei. Drei Eigenschaften der Präsidententochter fand sie besonders schön: die kleine Nase, die gut zur Gesamterscheinung passende Brustpartie und die hübschen Wangen - "klassisch schön und nicht übertrieben", sagt Stewart. Politisch motiviert war die Sache nicht: Stewart wählte nach eigenen Angaben Hillary Clinton.

Donald Trump selbst hat das Aussehen seiner Tochter wiederholt thematisiert und kommentiert. 

2006 sagte er in der TV-Sendung "The View", wenn Ivanka nicht seine Tochter wäre, würde er vielleicht mit ihr ausgehen. Und 2003 sagte er in der "Howard Stern Show", Ivanka sei eine der großen Schönheiten der Welt. "Und ich habe geholfen, sie zu erschaffen." Ivanka habe "den besten Körper".

Einige Frauen in den USA sehen das offenbar genauso. Rod Rohrich, ein weiterer Schönheitschirurg, sagt, im vergangenen Halbjahr hätten viele Patientinnen nach Ivanka Trumps wohlgeformtem Gesicht gefragt, insbesondere nach den hohen Wangenknochen und der eleganten Nase.

Der Vizepräsident der US-Vereinigung für Plastische Chirurgie, Alan Matarasso, sagte "USA Today", Ivanka Trump sei viel in den Medien präsent, habe ein "klassisch gutes Aussehen" und sei natürlich. Allerdings könne er keine Zahlen nennen, wie viele Ivanka-Nachahmerinnen tatsächlich schon zu Chirurgen gegangen seien.

Und es gibt Ärzte, die noch keinen Trend erkennen können. Wer zu ihm komme, wolle eher das eigene Aussehen verbessern als zu einer anderen Person zu werden, sagt Lyle Leipziger, Chefarzt für Plastische Chirurgie in zwei Krankenhäusern im Bundesstaat New York. Wichtig sei, dass man auch nach der OP natürlich wirke.


Fühlen

Erika Lust, was macht einen guten Porno aus?
Die feministische Regisseurin kennt die Antwort.

Wenn Sex die normalste Sache der Welt ist – dann sind Pornos nicht viel mehr als der Snapchat-Filter zur Welt. Eigentlich. Andererseits gilt die Pornobranche immer noch als schmuddelig, viele Filme, die im Netz verfügbar sind, zeigen nur derbe, verwackelte Penetrationsnummern.

Die Regisseurin Erika Lust versucht, das Image der Sexfilme zu verbessern – mit ihrer eigenen Arbeit. In Barcelona hat sie eine Produktionsfirma für das, was viele Nutzer als "feministische Pornos" bezeichnen. Filme, die die Lust der Darsteller und Darstellerinnen ernst nehmen, anstatt sie nur als Objekte abzufilmen.

Mit bento hat Erika über ihre Arbeit gesprochen – und verrät, was genau einen guten Porno ausmacht.