Bild: Getty Images/ Sean Gallup
Drei Fragen und Antworten zur Krise des Modekonzerns

Das Modeunternehmen H&M stürzt tiefer in der Krise: Der Konzern bleibt auf immer mehr Kleidungsstücken sitzen, nun soll das Unternehmen auch Ware vernichtet haben. (Wirtschaftswoche / Frontal 21)

1 Welche Probleme hat H&M konkret? 

  • 2018 soll sich der Warenbestand der Modekette von 3,1 auf 3,5 Milliarden Euro erhöht haben. 
  • Das bedeutet: 11 Prozent mehr Kleidung, die nicht verkauft wurde. 

Des Weiteren soll H&M Kleidungsstücke vernichtet haben. 

  • Aus internen Briefen eines deutschen Logistikunternehmens an dessen Gesamtbetriebsrat von Juni 2018 gehe hervor, dass bis zu 100.000 Teile entsorgt wurden.
  • Wie genau die Kleidung zerstört wurde und ob neue, ungetragene Kleider dabei waren, ist nicht bekannt. 
Außerdem stehe in dem Schreiben an den Betriebsrat folgendes: 
Ladenhüter sind für H&M eine neue Erfahrung.

Man habe aktuell Kleidungsstücke aus fünf Saisons auf Lager – das sei für den Modekonzern ungewöhnlich. 

2 Was sagt das Modehaus zu den aktuellen Vorwürfen?

H&M betont, keine "intakte Kleidung in die Verbrennung zu geben oder anderweitig zu vernichten". Das Vernichten von Kleidungsstücken sei nur ein Weg, falls sie chemische Rückstände aufweisen und es deshalb Sicherheitsbedenken gebe. 

3 Woran liegt es, dass H&M in der Krise steckt?

Unter anderem am Erfolg von günstigeren Modeketten und des Onlinehandels: Konkurrenten wie Amazon oder Primark setzen das schwedische Modehaus unter Druck. (Welt

Außerdem soll H&M zu lange auf den Einzelhandel gesetzt haben, während die Konkurrenz Onlineshopping zum wichtigsten Punkt auf der Agenda gemacht hat. (tagesschau)

Die Folge: Die Aktie des Unternehmens verliert an Wert, der Gewinn ist im ersten Quartal 2018 eingebrochen. (bento/SPIEGEL ONLINE)

4 Wie geht es mit H&M weiter?

Die Modekette experimentiert gerade mit Cafés in Geschäften, die möglicherweise ab 2019 in die Filialen integriert werden könnten. Außerdem soll  mehr Geld in den Onlineshop fließen: 2017 nahm das Unternehmen rund 600 Millionen Euro in die Hand, um seinen Internethandel zu fördern. (SPIEGEL ONLINE)



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