Bild: KA Design
Ging nach hinten los.

Ein Hakenkreuz ist an sich nichts Schlimmes. Sagen so die Macher von "KA Design", einem kleinen Modelabel, das nach eigenen Angaben "irgendwo in Europa" gegründet wurde. Denn das Hakenkreuz, oder Sonnenrad, sei eigentlich ein Jahrtausende altes Symbol für Glück. In vielen asiatischen Religionen wird es noch heute als Symbol für Frieden und Harmonie verwendet.

Dann kam Hitler und machte das Symbol böse. Also dachte sich "KA Design": Lasst uns die Bedeutung vom Hakenkreuz zurückerobern!

Das Motto von "KA Design" lautet: "Grenzen infrage stellen". Die Firma schuf ein Design, das das Hakenkreuz in Regenbogenfarben taucht und mit den Slogans "Peace" und "Love" kombiniert. 

So sieht eine Variante aus: 

Auf Facebook lud sie zudem ein Imagevideo hoch, das die Geschichte des Hakenkreuzes erzählt – und begründen will, warum man das Symbol wieder positiv besetzen müsse. Was "KA Design" dabei nicht auffällt: Das Hakenkreuz muss gar nicht zurückerobert werden.

  • In der ursprünglichen Form der Swastika ist das Kreuz gerade. Die Haken können nach links oder rechts zeigen.
  • Im deutschen Nationalsozialismus ist das Kreuz hingegen gekippt – und die Haken zeigen nach rechts.
Das auf den Shirts verwendete Design verwendet die Nazi-Variante – es erobert also nichts zurück, sondern steckt ein Nazi-Symbol in ein hübsches Gewand.

Genau das kritisierten auch viele Nutzer auf Facebook und Instagram. Allein das Facebook-Video sammelte mehr als 11.000 Kommentare. Viele schrieben, ein Nazi-Symbol könne nicht einfach in ein "hübsches, schwules Bildchen" umgewandelt werden:

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Die Designer hatten ihre Shirts in einem Interview zunächst verteidigt. Sie wollten lediglich "die Schönheit des Symbols verbreiten" und es von "Hass-Assoziationen" befreien. Wenn Neonazis oder rechte Hipster die Shirts tragen, dann sei das ebenfalls okay: "Die Botschaft ist klar: Frieden, Liebe und Freiheit."

Mittlerweile sind die Shirts mit dem Hakenkreuz-Design jedoch nicht mehr im Online-Shop verfügbar.

Stattdessen gibt es dort unverfängliche, bunte Designs mit Herzchen und Pinsel.


Future

Wer ordentlich feiert, bricht seltener sein Studium ab

Wie hält man sein Studium am längsten durch? Mit Bier! Oder mit Feiern. Oder wenigstens mit gemeinsamen Mensa-Dates mit den Kommilitonen.

Das sagt zumindest eine neue Studie des Dänischen Instituts EVA. Die Forscher haben mehr als 14.000 Studenten zwischen Oktober 2016 und März 2017 befragt, was sie gut durchs Studium bringt.

Das Ergebnis: Je geselliger Studenten sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie einen Uni-Abschluss schaffen.