Bild: Getty Images/ Sean Gallup
Und dir plötzlich Näh-Tipps gibt.

Nachhaltigkeit? Ist gerade angesagt. Bei dem Thema möchte nun auch H&M ein bisschen mitmischen und startet das Pilotprojekt "Take Care". (SPIEGEL ONLINE)

Worum geht es bei dem Projekt?
  • Erstmals sollen Produkte wie Waschmittel und Fleckenentferner bei H&M verkauft werden.
  • Eine Webseite mit Nähanleitungen und Tipps zur Pflege von Textilien soll dazu beitragen, dass die Klamotten bei Mängeln nicht sofort weggeworfen werden.
  • In einer Filiale in Hamburg wird außerdem ein Reparaturservice für gebrauchte Kleidung getestet.

Nach SPIEGEL-Informationen startet "Take Care" am Donnerstag, zeitgleich soll ein neuer Nachhaltigkeitsreports veröffentlicht werden. So soll erst einmal getestet werden, ob die Kunden die Angebote überhaupt in Anspruch nehmen.

Legt H&M Wert auf Nachhaltigkeit?

Jein. H&M zählt zu den größten Fast-Fashion-Anbietern auf dem Markt. Die Wegwerfkultur, gegen die das Unternehmen jetzt mit den neuen Maßnahmen vorgehen will, hat es also selbst lange mitgeprägt. Aber: Billige Klamotten, in Billiglohnländern hergestellt, für nur eine Saison – der Plan geht offenbar nicht mehr auf. Zumindest schient das Konzept weniger Geld einzubringen als früher.

Umfragen zeigen, dass vor allem junge Leute beispielsweise lieber in Second-Hand-Shops einkaufen. H&M reagiert jetzt auf diese Entwicklung, der Konzern kämpft schon seit längerer Zeit mit sinkenden Aktienkursen und Erlöseinbußen. (SPIEGEL ONLINE

Ist H&M damit Vorreiter in der Modebranche?

Nein. Auch andere Hersteller aus der Branche sind bereits auf den Zug aufgesprungen: Tchibo beispielsweise hat im Januar einen Verleih für Babykleidung ins Leben gerufen. Die Marke Patagonia, ein Hersteller für Outdoorkleidung, bietet Reparaturangebote schon lange an.


Gerechtigkeit

Warum es jetzt einen Twitter-Ersatz für Prostituierte gibt

Der Andrang ist groß: Am vergangenen Wochenende haben sich mehr als 14.000 Nutzer im sozialen Sexarbeit-Netzwerk Switter registriert. Dort wollen sie eine freie und unzensierte Community für Sexarbeiter und Kunden aufbauen.

Der Hintergrund: Herkömmliche Netzwerke wie Twitter oder Craigslist erschweren den Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen die Arbeit, machen die Kontaktaufnahme mit Kunden beinahe unmöglich. Ein von einem australischen Start-Up initiiertes Projekt will sich nun gegen diese Einschränkungen und für Sicherheit der Nutzer einsetzen und baut deshalb Switter auf.