Momox, Kleiderkreisel oder doch Flohmarkt?

Marie Kondo hat dir gezeigt, wie du deine Unterhosen platzsparend faltest und Teile aussortierst, bei denen du nicht jubelst, wenn du sie in die Hand nimmst. Aber was passiert eigentlich dann mit dem Berg an ausrangierter Kleidung neben deinem Kleiderschrank?

Wegwerfen? Keine Option, dafür sind einfach noch zu viele teure und neue Teile darunter, die du nur einmal getragen hast.

Oder du blockst dir das nächste freie Wochenende und verkaufst endlich alle Hosen, Shirts und Pullover, die du nicht mehr in deiner Wohnung haben willst. It sparks joy!

Wir haben die gängigsten Plattformen zum Kleidung verkaufen getestet – was funktioniert gut, was nervt?

Der Verkaufscheck für Einsteiger

1 Momox

Was daran gut ist?

Die entspannteste aller Varianten, da du dich nicht mit Käufern rumschlagen musst. Dein Käufer ist eine emotionslose Website. Es sind nur wenige Schritte bis zum Verkaufsglück: Account bei Momox Fashion anlegen, dann die Art und die Marke des Kleidungsstücks angeben, alles in einen Karton packen, kostenlos verschicken, Geld überwiesen bekommen, fertig. 

Was nervt?

Es kommt nicht sehr viel Geld dabei rum – vor allem bei gängigen Marken wie H&M oder Zara. Shirts nimmt Momox oft nicht an – Jeans und Pullover haben bessere Chancen. Außerdem sollten die Teile gut gepflegt sein. Werden die Klamotten abgelehnt, kannst man sie dir gegen Geld wieder zurückschicken lassen oder von Momox recyceln lassen.

Fazit:

Du kannst vieles unkompliziert loswerden – das schafft Platz, bringt aber wenig Geld ins Portemonnaie. Deshalb bietet sich Momox eher als als letzte Lösung an. Tipp: Manchmal steigen die angebotenen Preise auch, wenn man etwas wartet.

2 Ebay Kleinanzeigen

Was daran gut ist?

Mit der App lassen sich Anzeigen in zwei Minuten erstellen. Dabei solltest du darauf achten, dass Details wie die Marke und Farbe schon in der Titelzeile stehen, damit potenzielle Käuferinnen direkt Bescheid wissen und deine Artikel besser finden können. Manchmal sparst du dir den Weg zur Post, wenn jemand aus deiner Stadt das Kleidungsstück kauft und es direkt abholt.

Was nervt?

Ebay Kleinanzeigen ist nicht auf Kleidung spezialisiert – das führt oft dazu, dass vor allem Markensachen gefragt sind. Immerhin kann man mehr Geld rausholen als bei Momox. Weil es keinen Fragebogen für die Produktbeschreibung gibt, vergisst man jedoch oft Details – und es gibt endlose viele Nachfragen, bevor man etwas verkaufst. Kommt kein Verkauf zustande, wird die Anzeige irgendwann deaktivert.

Fazit:

Viele Möglichkeiten zum Geld verdienen, aber auch viel Arbeit.

3 Kleiderkreisel

Was daran gut ist?

Der Profi unter den Verkaufsplattformen – und auch das aufwendigste Angebot. Wer hier durchstarten will, muss sich etwas Zeit nehmen, hat dafür aber auch viele Möglichkeiten. Ein großer Vorteil: Du musst nicht deine Bank- oder Paypal-Daten rausgeben, sondern kannst den Verkauf direkt über Kleiderkreisel abwickeln (gegen Provision allerdings). Es gibt richtige Profile mit Bildern und Infos, das macht die Kommunikation oft zuverlässiger. 

Was nervt?

Die Profile laden viele Nutzer offenbar zum gemütlichen Chatten ein. "Kannst du das mal anziehen und fotografieren?" ist eine absolut übliche Frage. Nicht jeder will so persönlich kommunizieren, wenn es eigentlich nur darum geht, das alte Kleid loszuwerden.

Fazit: 

Das beste Angebot, um Kleidung selbst zu verkaufen und dabei die Kontrolle zu behalten. Aber zeitintensiv. Tipp: Schreibe in dein Profil, was du erwartest. Fotografiere auch Etiketten, um entsprechende Nachfragen gleich zu umgehen.

4 Flohmarkt

Was daran gut ist?

Deal or no deal: Auf dem Flohmarkt geht es oft ganz schnell, (hoffentlich) niemand will dein Profilbild oder deine Handynummer, es gibt keine Versandkosten – und am Ende riechen deine Hände nach Kleingeld, herrlich. 

Was nervt?

Die gefragten Flohmärkte sind oft frühzeitig ausgebucht und beginnen am frühen morgen – du musst also fleißig sein. Käuferinnen und Käufer durchwühlen deinen Verkaufstisch. Du musst es erstmal schaffen, aus der Masse an Tapeziertischen hervorzustechen (Profitipp: Kekse). Du musst feilschen.

Fazit:

Ziemliche Charaktersache. Manche genießen das Verkaufen, andere verticken alles zum Festpreis oder mit Mengenrabatt. Nicht für jeden etwas, aber bewährt. Tipp: Nimm eine Kleiderstange mit. Sorgt für Ordnung und sieht gut aus. Auch Marie Kondo würde es lieben!

Und alles, was am Ende übrig bleibt?

Ab in die Kleiderspende. Was mit den Klamotten passiert, erklären wir hier: 


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