Nein, ich mache mich nicht "schön".

Ich bin Feministin. Und ich schminke mich gern. Manchmal wache ich sogar auf, und weiß genau, dass ich heute DIESEN dunkelroten Ton auf den Lippen tragen will - und suche danach erst meine Klamotten aus.

Kritische Stimmen sagen jetzt, ich passe mich damit dem gesellschaftlichen Ideal an und mache mich "schön". Die Soziologin Barbara Kuchler fordert zum Beispiel, dass Frauen weniger Zeit in ihr Aussehen investieren sollen. Ihr Grund: Aussehen habe für Männer und Frauen eine unterschiedliche Bedeutung. Weil Männer sich wohl nicht im gleichen Maße wie Frauen schminken werden, müssen Frauen eben damit aufhören, sagt sie – für die Gleichberechtigung.

Warum das für mich Quatsch ist und Feminismus und Make-Up für mich kein Widerspruch sind, seht ihr im Video.

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Kevin Kühnert hat Andrea Nahles so oft geärgert, dass die SPD-Chefin jetzt genug hat
"Damit kann ich nicht leben."

Es ist ein bisschen wie am Familientisch, wenn die Eltern ermahnen, dass es so nicht weitergehen kann – zu schlechte Noten, zu schlechte Laune, einfach wieder mehr gehorchen.

SPD-Partei-Mutter Andrea Nahles hat jetzt die Jusos ermahnt, nicht weiter so viel an der Partei herumzunörgeln. "Damit kann ich nicht leben", sagte Nahles auf dem Bundeskongress der Parteijugend. 

Die wichtigsten Punkte:

  • Dabei ging es ihr vor allem um die schon häufiger genannte Forderung, die Koalition mit der CDU/CSU zu überdenken. Schließlich habe sich die Partei nach einer harten Debatte letztlich für ein erneutes Bündnis mit der Union entschieden, sagte sie bei dem Treffen in Düsseldorf. Sie habe aber den Eindruck, dass "diese Entscheidung nicht wirklich akzeptiert" worden sei.
  • Bei jedem Konflikt zwischen Union und SPD komme von den Jusos die Forderung: "Raus aus der GroKo", kritisierte Nahles. Sie erklärte auch, warum sie keinen Streit mehr zwischen Jusos und SPD will: Die Partei wirke, als sei sie mit sich selbst nicht im Reinen. Auf diese Art und Weise könne die SPD die Bürger nicht überzeugen. Die SPD dürfe jetzt keinen Richtungsstreit führen – "das führt zur Spaltung", warnte Nahles.

Viele Umfragen sehen die SPD aktuell nur bei 14 oder 15 Prozent, wie eine SPIEGEL-ONLINE-Auswertung zeigt. 

Was hat Juso-Chef Kevin Kühnert gesagt?

Bereits am Freitag forderte Kühnert, 29, für den SPD-Nachwuchs ein maßgebliches Mitspracherecht in der krisengeschüttelten Partei und in Europa. Die Jungsozialisten müssten für ihre Überzeugungen dabei auch notwendige Konflikte eingehen, sagte Kühnert. Er gilt für viele als Hoffnungsträger in der Partei. (HAZ)

Auch Kühnert erklärte: "Niemand in diesem Raum hat Interesse an einer schwachen SPD. Und niemand will den Erfolg der Jusos auf Kosten der Mutterpartei."