Bild: Imago/VCG

Ein hauchdünnes Stück Stoff sorgt für große Aufregung. Weil es sich über Emma Watsons Brust befindet. Das geht doch nicht! Schließlich ist Emma Watson doch Feministin – wie kann sie nur?!

Genau das muss sich die 26-Jährige gerade anhören. Denn sie hat sich bei einem Fotoshooting der Modezeitschrift Vanity Fair leicht bekleidet ablichten lassen – und wird nun dafür beschimpft.

Um dieses Foto geht es:

"Heuchlerisch" sei sie, heißt es nun in den sozialen Netzwerken. Man könne sich doch nicht für Feminismus einsetzen und dann den eigenen nackten Körper zeigen.

Auf Twitter findet man viele Kommentare wie diesen von der amerikanischen Radiomoderatorin Julia Hartley-Brewer:

Aber ist das wirklich so ein No-Go?

Emma Watson ist eine der engagiertesten Feministinnen Hollywoods, startete die "HeForShe"-Kampagne der UN und setzt sich für Bildung für Mädchen in der ganzen Welt ein. Ist all das nur eine Farce, jetzt wo wir Teile ihrer Brüste gesehen haben?

Nein.

Drei Gründe, warum das Foto kein Gegensatz zum Feminismus ist:
Grund #1

Das Foto ist im Rahmen eines größeren Shootings entstanden. Thema "Viktorianische Rebellin". Der Stylistin Jessica Diehl und dem Fotografen Tim Walker ging es also um das Ausbrechen aus Konventionen. Und das passiert in diesem Fall eben nicht nur, aber auch mit Nacktheit. In allen anderen Bildern ist Emma Watson übrigens gut bedeckt.

Dieses Video fasst das Shooting zusammen:

Grund #2

Beim Feminismus geht es doch genau darum, selbst über den eigenen Körper entscheiden zu dürfen. Darüber, welche Kleidung man trägt oder eben nicht trägt. Denn Körper sind erstmal nur Körper.

"Egal wie sexuell unsere Körper sind, wir müssen als Frauen die Freiheit haben zu entscheiden, wann und wie wir unsere Sexualität ausdrücken", schrieb das US-Model Emily Ratajkowski nach ihrem Halbnackt-Selfie mit Kim Kardashian.

Diese Künstlerin zeigt ganz viele Brüste – damit Frauenkörper nicht ständig sexualisiert werden:

Grund #3

Emma Watsons Film-Papa aus "Die Schöne und das Biest", Kevin Kline, fasste es in seinem Vanity Fair-Interview perfekt zusammen: "Feministinnen können feminin, grazil, verletzlich oder süß sein – und trotzdem einfordern, ernst genommen zu werden."


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