Drei Zitate, die die Abfuhr erklären

Man könnte meinen, dass es von der Skateboard-Marke Supreme nichts gibt, was es nicht gibt. Handyhüllen, Thermobecher, Stifte. Kürzlich kauften sie sich sogar die Titelseite einer Zeitung, der New York Post (Boardstation). Wenn die Firma etwas nicht im Sortiment hat, kollaboriert sie einfach mit einer anderen – zum Beispiel Gucci.

Der Hype um die absurd teure Mode und Accessoires (Handyhülle 128 Euro) sorgt regelmäßig für lange Warteschlangen vor Filialen und ausverkauften Produkten.

Nur eine Marke aus Deutschland wollte das Verkaufsspiel nach eigenen Angaben nicht mitspielen: die Schuhfirma Birkenstock.

Hat das Unternehmen aus Neustadt in Rheinland-Pfalz und Produzent des derzeit wohl beliebtesten Sommerschuhs das gar nicht nötig?

Der CEO Oliver Reichert sagte in einem Interview mit dem "New York Magazin":

"Es gibt keinen Vorteil für uns außer Prostitution, denn das ist nur Prostitution."
Oliver Reichert

Auch der Marke Vetements erteilte er nach eigenen Aussagen eine Abfuhr. Beide Firmen wollten schlicht ihr Logo auf die Birkenstock-Sandale packen. Vetements erklärte am Mittwoch, es handle sich nicht um eine Abfuhr, man sei längere Zeit in Gesprächen gewesen. Aber nach Verhandlungen über Design und Produktion habe man nicht zusammengefunden.

Supreme-Fans hatten schon länger auf eine Kooperation gehofft – und mögliche Birkenstock-Modelle nachgebastelt:

Die Hoffnungen mussten jetzt von der Firma, die noch bis zum Jahr 2013 Frauen gut einen Euro weniger Stundenlohn zahlte, enttäuscht werden. (SPIEGEL ONLINE)

Reichert erzählte außerdem über den Birkenstock-Entwickler und seine Ablehnung von Trends: "Wenn du mit Karl Birkenstock redest, der 82 Jahre alt ist und in seinem Haus in Österreich sitzt und immer negativer wird, ist er der Pate dieser absolut designhassenden Anti-Haltung. Es geht nicht ums Design, es geht um die Funktion." (Highsnobiety)

Auch Reichert selbst mache sich nichts aus Mode.

"Mode ist, pffffttt, was ist Mode?"

Inditex, der Konzern zu dem Zara gehört, mache zwölf Mal im Jahr eine neue Mode. Das sei doch Unsinn. 

Richtig glauben mag man dem Birkenstock-CEO die Aussagen allerdings nicht. In der Vergangenheit hat das Unternehmen bereits mit anderen Marken kooperiert. Und Birkenstocks gibt es mittlerweile und jedes Jahr wieder neu in hundertfachen Designs und Ausführungen – mit Wildleder, Glattleder, aus Plastik, mit Pailletten und ohne.

Mode? Pffft! Mode.

Update: Wir haben ein Statement von Vetements ergänzt. 


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