Es geht immerhin um mehr als 1 Million Euro.

Jeder kennt den Bad Hair Day: Die Haare nerven einfach nur. Bei der russischen Tennisspielerin Swetlana Kusnezowa war es jetzt so schlimm, dass sie sich kurzerhand während eines Spiels den Zopf abschnitt.

"Er hat mich sehr gestört. Immer wenn ich eine Vorhand geschlagen habe, ist er mir ins Auge geflogen", sagte Kusnezowa nach dem Spiel.

Manches geht eben vor.

"Ich habe mir gedacht, okay, was ist jetzt wichtiger – meine Haare, die ich wachsen lassen kann, oder das Match?"

Und so sah die Aktion aus:

2:1 lag Kusnezowa im dritten Satz des WTA-Finales in Singapur zurück, als sie die Schere ansetzte. Die Aktion zeigte Wirkung. Ihr erstes Gruppenspiel gewann sie am Ende gegen die polnische Weltranglisten-Dritte Agnieszka Radwanska mit 7:5, 1:6, 7:5. Kusnezowa ist im Weltrang Neunte.

Die Schere hatte sie übrigens nicht dabei. Sie forderte den Schiedsrichter auf, ihr eine bringen zu lassen.

Beim WTA-Finale kämpft auch die Weltranglistenerste Angelique Kerber um den Sieg. Am Dienstag bestreitet sie ihr zweites Gruppenspiel gegen die Rumänin Simona Halep. Wenn Kerber Erste oder Zweite in ihrer Gruppe wird, zieht sie in das Halbfinale ein.

Die Siegerin gewinnt umgerechnet 1,06 Millionen Euro.

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Wie ich mir in China mit einer Dating-App einen Freund mietete

"Hallo Süße, bist du schon wach?" Erst schaue ich verwirrt auf mein Handy, dann erinnere ich mich. Ich hatte mir am Tag vorher einen Freund im Internet bestellt. Jetzt denkt er gerade an mich.

In China ist die Sache mit der Liebe ziemlich kompliziert. Es gibt zu viele Männer und zu wenige Frauen und die Eltern machen ständig Druck, wann man endlich heiratet. Deshalb gibt es nun Apps wie Laizuwo (übersetzt: Komm' leih mich aus) oder Zuwoba (übersetzt: Los, leih' mich).

Die Idee ist einfach: Die Apps vermitteln Dates, die Nutzer müssen allerdings dafür zahlen. Das klingt ein bisschen nach Escort-Service, soll es aber nicht sein. Es gehe lediglich darum, Männern zu helfen, eine Freundin zu finden und andersherum. Alles ist freiwillig und der Kaufpreis hilft, dass sich der Mann auch ein wenig bemüht. Sagen zumindest die Anbieter.

Gründer der App Laizuwo ist Liu Juntao. Er hat das Unternehmen im vergangenen Jahr gestartet und für seine Idee bereits fünf Millionen Yuan, rund 675.000 Euro, eingesammelt. "In China gibt es über 200 Millionen alleinstehende Männer, die alle Frauen kennenlernen möchten“, sagt Liu. Aufgrund ihrer Arbeitszeiten sei ihnen das aber kaum möglich. "Die Plattform bietet ihnen deshalb Möglichkeiten, mit Frauen digital in Kontakt zu kommen und sie zu treffen", so der Gründer.